Wegen Corona-Pandemie Donald Trump verlängert Einwanderungsstopp

Wegen der anhaltenden Corona-Krise in den USA hat der abgewählte Präsident Donald Trump Einschränkungen bei der Einwanderung verlängert. Bis März sind die Vorgaben streng.
Der amtierende US-Präsident Donald Trump hat mit Verweis auf die andauernde Corona-Pandemie die Aussetzung der Vergabe bestimmter Arbeitsvisa und Green Cards bis Ende März verlängert. Die Auswirkungen der Pandemie auf den US-Arbeitsmarkt und auf die Gesundheit der amerikanischen Bevölkerung gäben weiterhin Anlass zur Sorge, hieß es in einer am Donnerstag veröffentlichten Proklamation des Präsidenten.
Deshalb sollten die im April und Juni verhängten Maßnahmen, die die legale Einwanderung in die USA deutlich einschränken, vorerst weiter bestehen bleiben. Das Arbeits-, Heimatschutz- und Außenministerium sollen regelmäßig überprüfen, ob Änderungen der Maßnahmen notwendig sind.
Ausnahmen für Ehepartner und Kinder gelten
Die Verfügungen gelten nur für Ausländer, die sich aktuell außerhalb der Vereinigten Staaten befinden und noch keine Einreiseerlaubnis haben. Wer bereits über eine dauerhafte Aufenthaltserlaubnis verfügt ist nicht betroffen, zudem gibt es Ausnahmen unter anderen für Ehepartner und Kinder von US-Bürgern.
Wir benötigen Ihre Einwilligung, um den von unserer Redaktion eingebundenen X-Inhalt anzuzeigen. Sie können diesen (und damit auch alle weiteren X-Inhalte auf t-online.de) mit einem Klick anzeigen lassen und auch wieder deaktivieren.
Wegen der Pandemie ist die weltgrößte Volkswirtschaft schwer angeschlagen. Die Zahl der Empfänger von Arbeitslosenhilfe liegt inzwischen bei 19,6 Millionen Menschen, vor einem Jahr waren es lediglich rund 1,8 Millionen. Die vielen täglichen Neuinfektionen machen wenig Hoffnung auf eine schnelle Erholung.
In der Proklamation zeichnete die US-Regierung zur Begründung der Maßnahmen ein deutlich pessimistischeres Bild als Trump in einer am Donnerstag veröffentlichten Videobotschaft. Darin sagte er unter anderem, das Land habe die Corona-Pandemie wirtschaftlich "dramatisch besser" verkraftet als Experten vorhergesagt hätten.
In den USA haben sich nach Reuters-Berechnungen am Donnerstag mindestens 230.175 Menschen neu mit dem Corona-Virus angesteckt. Die Gesamtzahl der Infektionsfälle stieg damit auf 19,91 Millionen. Die Zahl der Todesopfer stieg um mindestens 3.625 auf 345.914.
- Nachrichtenagenturen dpa und Reuters