"Der Letzte wird verlieren" Eric Trump warnt vor späten Deals mit seinem Vater

Mit seinem drastischen Zollpaket hat Trump der Welt eine Kampfansage gemacht. Können die betroffenen Länder einen Deal aushandeln, um die Zölle zu mindern?
Eric Trump ist der jüngste Sohn von Donald Trump und seiner früheren Ehefrau Ivana Trump. Der 41-Jährige leitet gemeinsam mit seinem älteren Bruder Donald Jr. die "Trump Organization". Nun hat der Trump-Spross auf der Plattform X einen Rat in Bezug auf Verhandlungen mit seinem Vater gegeben und gewarnt. "Ich würde nicht das letzte Land sein wollen, das versucht, ein Handelsabkommen mit Donald Trump zu verhandeln. Der Erste, der verhandelt, wird gewinnen – der Letzte wird absolut verlieren", schrieb der Trump-Sohn. "Ich habe diesen Film mein ganzes Leben lang gesehen."
Eric Trumps Botschaft soll wohl eine Warnung an die Länder sein, auf die der US-Präsident mit seinen Zöllen aktuell Druck ausübt. Trump hatte mit einem gewaltigen Zollpaket seinen Handelspartnern aus aller Welt den Kampf angesagt. Seine Regierung führt neue, pauschale Zölle in Höhe von zehn Prozent auf Importe aus allen Ländern ein. Für viele Staaten sollen je nach Handelsdefizit deutlich höhere Strafabgaben greifen. Auf Einfuhren aus Deutschland und anderen Staaten der Europäischen Union in die USA sind demnach neue Zölle in Höhe von 20 Prozent vorgesehen.
Donald Trump signalisiert indes Gesprächsbereitschaft
Der US-Präsident zeigte sich indes offen für Verhandlungen bei den Zöllen. "Es kommt darauf an. Wenn jemand sagt, wir geben euch etwas, das so phänomenal ist. Solange sie uns etwas geben, das gut ist", sagte der Republikaner auf die Frage einer Journalistin, ob er offen für Deals mit den betroffenen Ländern sei. Die Zölle würden den USA die Macht zu Verhandlungen geben.
Als Beispiel nannte Trump die Kurzvideo-App TikTok, die nach einem US-Gesetz eigentlich bis zum 19. Januar von dem in China ansässigen Eigentümer ByteDance hätte verkauft werden müssen – oder in den USA vom Netz gehen. Doch Trump räumte eine Gnadenfrist von 75 Tagen ein, die am 5. April abläuft. "Wir haben eine Situation mit TikTok, in der China wahrscheinlich sagen wird: Wir werden einem Deal zustimmen, aber werden Sie etwas in Bezug auf die Zölle tun?", sagte Trump an Bord der Präsidentenmaschine Air Force One.
"Wir haben uns selbst auf den Fahrersitz gesetzt", so der Republikaner. Vor den Zöllen hätten die meisten Länder nein gesagt, falls die Amerikaner sie um einen Gefallen gebeten hätten. "Jetzt werden sie alles für uns tun." Ein hochrangiger Regierungsbeamter hatte zuvor deutlich gemacht, dass die neuen weitreichenden Zölle auf Importe aus anderen Ländern nicht verhandelbar seien.
Trump betonte erneut, dass er davon ausgehe, dass viele Unternehmen ihre Produktion in die USA verlagern würden. "Denken Sie daran, dass es keine Zölle gibt, wenn Sie Ihr Werk in den USA bauen", sagte er. Es werde eine "Übergangszeit" geben, räumte Trump ein.
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- Nachrichtenagentur dpa