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Führerschein im Ausland machen: Sparen ja – aber rechtliche Hürden beachten


Alles Wichtige auf einen Blick
Führerschein bei unseren Nachbarn: Hier ist er richtig billig

Von t-online, mab

03.04.2025 - 15:13 UhrLesedauer: 2 Min.
Immer teurer: In Deutschland kostet der Führerschein inzwischen bis zu 4.000 Euro. Bei unseren Nachbarn ist er deutlich billiger.Vergrößern des Bildes
Immer teurer: In Deutschland kostet der Führerschein inzwischen bis zu 4.000 Euro. Bei unseren Nachbarn ist er deutlich billiger. (Quelle: IMAGO/Michael Gstettenbauer)
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Der Führerschein wird immer teurer – zumindest in Deutschland. In Polen und Tschechien hingegen locken günstige Angebote. Lohnt sich der Blick über die Grenze?

Um die Hälfte rauf: Allein zwischen 2017 und 2023 hat sich der Führerschein um 43,7 Prozent verteuert. Das hat verschiedene Gründe. Fakt ist: Jenseits der deutschen Staatsgrenzen gibt es die Fahrerlaubnis deutlich billiger. Lohnt sich das?

Führerschein im Ausland: Sparen mit Haken

Ein Führerschein kostet in Deutschland schnell 3.500 Euro und mehr. In Polen ist er schon für 600 Euro zu haben, und in Tschechien geht es auch deutlich schneller: In nur acht Tagen werden Fußgänger zu Autofahrern. Kein Wunder, dass viele Fahrschüler ins Grübeln kommen.

Doch so einfach ist es nicht: Wer seinen Führerschein in einem anderen EU-Land machen will, muss dort mindestens 185 Tage im Jahr wohnen. In Polen braucht man außerdem ein sogenanntes PKK-Dokument – und das gibt es nur mit ständigem Wohnsitz.

In Tschechien gibt es zwar Möglichkeiten, die 185-Tage-Regel zu umgehen: Wer ein Gewerbe anmeldet und eine Wohnung mietet, kann den Führerschein innerhalb weniger Tage erwerben. Allerdings ist er dann kaum mehr günstiger als in Deutschland.

Dinslaken - Eine Fahrstunde bei der Fahrschule Janssen
(Quelle: Lars Heidrich)

Führerschein in Polen: Das müssen Sie wissen

Ohne festen Wohnsitz kein Führerschein: Wer als Deutscher in Polen den Führerschein machen will, braucht das Fahrerkandidaten-Profil PKK (Profil Kandydata na Kierowce) – doch das gibt es nur, wenn man mindestens 185 Tage im Land wohnt. So will es die EU.

Praktischer ist da eine generelle Ausnahme, die für Studenten gilt: Wer für mindestens sechs Monate im Ausland studiert, darf in diesem Land den Führerschein erwerben – ohne seinen Wohnsitz dauerhaft dorthin verlegen zu müssen.

Weniger Fahrstunden, schnellere Prüfung

Der Weg zum Führerschein ist in vielen Ländern nicht nur billiger, sondern auch kürzer. In Polen sind Nacht- und Autobahnfahrten nicht vorgeschrieben, die Theorieprüfung ist einfacher. Und während man in Deutschland wochenlang auf einen Prüfungsplatz warten muss, geht es im Ausland oft deutlich schneller.

Ein Führerschein in Rekordzeit klingt verlockend – doch Experten warnen: Deutschlands strenge Ausbildungsstandards gibt es nicht ohne Grund. Wer schlecht geschult ins Auto steigt, gefährdet nicht nur sich selbst, sondern auch andere.

Die Gültigkeit ist kein Problem

Zumindest über die Gültigkeit muss man sich keine Gedanken machen. Ein Führerschein aus einem Land des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR) ist in allen anderen EWR-Staaten gültig. Wer also seinen Führerschein in der EU oder in Ländern wie Liechtenstein, Norwegen oder Island erworben hat, kann ihn auch in den anderen EWR-Ländern nutzen.

Verwendete Quellen
  • pnp.de: Hohe Preise in Deutschland: Kann man den Führerschein einfach im Ausland machen?
  • chip.de: Krasse Preisunterschiede: So günstig ist der Führerschein im Ausland
  • chip.de: Billig den Führerschein im Ausland machen: Wo und wie das geht, was es kostet

Quellen anzeigenSymbolbild nach unten

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