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Hausmittel gegen Scheidenentzündung: Welche helfen?


Intimbeschwerden behandeln
Welche Hausmittel helfen bei einer Scheidenentzündung?


31.01.2025 - 16:17 UhrLesedauer: 2 Min.
Frau blickt in den KühlschrankVergrößern des Bildes
Frau blickt in den Kühlschrank: Bei einer Scheidenentzündung Hausmittel wie Joghurt oder Apfelessig zu verwenden, birgt Risiken. (Quelle: RossHelen/Thinkstock by Getty-Images-bilder)
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Bei Anzeichen einer Scheidenentzündung ärztlichen Rat zu suchen, mag Überwindung kosten. Stattdessen Hausmittel auszuprobieren, ist aber keine gute Idee.

Eine Scheidenentzündung (Vaginitis) kann äußerst unangenehm werden. Typischerweise bemerken Betroffene

  • ein Jucken und Brennen im Intimbereich,
  • einen ungewöhnlich starken, eventuell anders gefärbten und/oder übelriechenden Ausfluss aus der Scheide,
  • Schmerzen beim Wasserlassen und/oder
  • Schmerzen beim Sex.

Ignorieren lassen sich diese Beschwerden kaum. Der Wunsch, sie möglichst schnell und unkompliziert zu lindern, ist somit verständlich – er kann allerdings zu riskanten Behandlungsversuchen führen: Manche Frauen experimentieren mit Hausmitteln, anstatt sich in ärztliche Hände zu begeben.

Hausmittel gegen Scheidenentzündung – welche gibt es?

Wer im Internet Hausmittel gegen Scheidenentzündung sucht, stößt immer wieder auf die gleichen Lebensmittel beziehungsweise Naturheilmittel:

Meist wird empfohlen, diese mit einem Tampon in die Scheide einzuführen, damit sie dort ihre (angeblich) heilsamen Eigenschaften entfalten könnten.

Dieser Rat entbehrt nicht nur einer wissenschaftlichen Grundlage. Zwar legen einzelne Studien nahe, dass Extrakte aus einigen der erwähnten Produkte (etwa Kamille und Aloe vera) tatsächlich zur Linderung von Entzündungen beitragen können – in bestimmten Zubereitungsformen und bei bestimmten Erkrankungen.

Allerdings handelt es sich um Untersuchungen mit begrenzter Aussagekraft. Ob die erwähnten oder andere Hausmittel gegen Scheidenentzündungen helfen können, dazu gibt es noch keine verlässlichen wissenschaftlichen Erkenntnisse.

Klar ist indes: Einige der genannten Produkte können die Haut reizen und allergische Reaktionen auslösen. Weder Lebensmittel wie Knoblauch oder Kokosöl noch Naturheilmittel wie Aloe vera haben im Intimbereich etwas verloren. Sowohl die empfindliche Scheidenschleimhaut als auch die Haut der Vulva gilt es, vor zusätzlichen Reizungen zu schützen – erst recht im Falle einer Entzündung.

Hausmittel können die Beschwerden unter Umständen noch verstärken. Zudem verzögert sich durch die (voraussichtlich erfolglose) Selbstbehandlung der Beginn einer wirksamen Therapie. Die Betroffene erreicht also das Gegenteil dessen, was sie wollte.

Hinweis: Wenn eine Schwangere an einer Scheidenentzündung erkrankt, ist eine frühzeitige Behandlung besonders wichtig. Sonst besteht das Risiko für vorzeitige Wehen oder einen verfrühten Blasensprung.

Diese Hausmittel und Maßnahmen sind zu empfehlen

Eines vorweg: Bei Symptomen, die auf eine Scheidenentzündung hinweisen, ist eine ärztliche Untersuchung unumgänglich. Denn Intimbeschwerden können durch zahlreiche Erkrankungen oder Einflüsse entstehen. Die Therapie kann sich je nach Ursache sehr unterschiedlich gestalten. Nur wenn der Auslöser mit Gewissheit geklärt ist, besteht die Chance auf eine rasche Linderung.

Wie eine Scheidenentzündung entstehen kann und welche anderen Erkrankungen zu ähnlichen Symptomen führen können, erfahren Sie hier.

Unabhängig vom Auslöser gibt es aber einige Hausmittel beziehungsweise einfache Maßnahmen, die bei der Genesung helfen können:

  • die Vulva ausschließlich mit Wasser (anstatt mit Seife) waschen,
  • Unterhosen aus Baumwolle anstatt aus Synthetikmaterialien tragen,
  • zu eng sitzende Hosen vermeiden,
  • auf das Rauchen verzichten (um die Durchblutung der Scheide nicht zu beeinträchtigen),
  • beim Wäschewaschen keinen Weichspüler verwenden.

Generell ist es ratsam, den Intimbereich sorgsam zu pflegen und vor unnötigen Belastungen zu schützen.

Transparenzhinweis
  • Die Informationen ersetzen keine ärztliche Beratung und dürfen daher nicht zur Selbsttherapie verwendet werden.
Verwendete Quellen
  • Online-Informationen von AMBOSS: www.amboss.com (Abrufdatum: 30.1.2025)
  • Online-Informationen von Deximed: deximed.de (Abrufdatum: 30.1.2025)
  • Online-Informationen von MSD Manual: www.msdmanuals.com (Abrufdatum: 30.1.2025)
  • Online-Informationen des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen: www.gesundheitsinformation.de (Abrufdatum: 30.1.2025)
  • Mylonas, I.: "Infektionen in Gynäkologie und Geburtshilfe". Urban & Fischer Verlag/Elsevier GmbH München 2024

Quellen anzeigenSymbolbild nach unten

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