Alternative zu Spotify? Amazon startet Gratis-Musikstreaming
Musikstreaming bei Amazon war bislang nur gegen Bezahlung möglich. Jetzt bringt das Unternehmen eine kostenlose Variante auf den Markt. Ist der Dienst ein ernsthafter Konkurrent zu Spotify?
Amazon hat heute eine Gratisversion des Musikstreamingdienstes Amazon Music gestartet. Nutzer können dafür die Gratis-App Amazon Music jetzt auch auf Android- und iOS-Geräten nutzen, teilte das Unternehmen am Montag in einem Blogeintrag mit. Auch über den Browser und den Fire-TV-Stick lässt sich der Dienst verwenden. Bislang stand die Gratisvariante von Amazon Music nur für Kunden mit einem Amazon-Echo-Gerät zur Verfügung.
Kostenlos – aber mit Werbung
Amazon hat mit der Gratisversion bei seinem Musikstreamingdienst jetzt vier verschiedene Modelle, zwischen denen Kunden wählen können. Bei der kostenfreien Version werden, wie bei Spotify, Werbeanzeigen zwischengeblendet. Wer lieber Musik ohne Werbeeinblendungen hören möchte, kann dies über ein Abo für 9,99 Euro pro Monat tun.
Auch ohne Werbeeinblendungen können Amazon-Prime-Kunden den Musikdienst nutzen, allerdings stehen Prime-Kunden nur ein Bruchteil der Musiktitel zur Verfügung. Darüber hinaus bietet Amazon noch Amazon Music HD für 14,99 Euro im Monat an. Amazon verspricht Kunden für den höheren Preis eine bessere Klangqualität.
Amazon Music oder Spotify
Im Vergleich zu den Gratisversionen von Streamingdiensten wie Spotify oder Deezer schränkt Amazon die Musikbibliothek deutlich ein. Lediglich vom US-Konzern ausgewählte Playlisten und Radiosender sind zugänglich. Diese beinhalten Charthits, oder orientieren sich an bestimmten Genres, wie Latin, Rap oder Country.
Wie viele Titel freigeschaltet sind, sagte Amazon nicht. Amazon-Prime-Kunden können statt 50 Millionen Songtitel, die Amazon Music Unlimited anbietet, nur zwei Millionen Titel kostenlos hören. Nutzer bei Spotify und Deezer haben dagegen auf das gesamte Musikangebot Zugriff.
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Die Werbeeinblendungen bei Amazon sollen sich nach dem Nutzerverhalten richten und in Dauer und Häufigkeit variieren. Der neue Dienst ist nur für Kunden in den USA, England und Deutschland freigeschaltet.