Mutter Beimer Marie-Luise Marjan will Aus der "Lindenstraße" verhindern
Die Nachricht über das Aus der "Lindenstraße" war für viele Fans ein Schock. Marie-Luise Marjan, die Mutter Beimer spielt, gibt sich jedoch kämpferisch und will die Absetzung verhindern. Unmut herrscht derweil bei den Produzenten.
Marie-Luise Marjan ist aus der "Lindenstraße" nicht mehr wegzudenken. In der Rolle der Mutter Beimer ist die 78-Jährige absoluter Kult. Dass die 1985 gestartete Serie nun abgesetzt werden soll, gefällt auch ihr ganz und gar nicht. Dennoch blickt sie kämpferisch in die Zukunft und erklärt "Bild": "Man kann Entscheidungen durchaus überdenken. Ich glaube noch nicht ans endgültige 'Lindenstraßen'-Aus."
Marie-Luise Marjan hofft auf Fans
Die Mimin setzt ihre Hoffnung in die treuen Fans der Kult-Serie. "Wir haben 2019 noch ein ganzes Jahr zu drehen. Das sind 45 Folgen. Wenn die Fans uns weiterhin den Rücken stärken, dann müssen die Verantwortlichen reagieren – davon bin ich überzeugt", sagt Marie-Luise Marjan der Zeitung weiter.
Die "Lindenstraße"-Produzenten Hana und Hans W. Geißendörfer haben ebenfalls kein Verständnis für die Absetzung. "Das Absurde ist ja, dass diese Entscheidung gerade jetzt kommt, wo unsere Quote wieder steigt", betont Hana Geißendörfer im Interview mit der "Süddeutschen Zeitung". Barbara Feiereis, Sprecherin des für die Serie verantwortlichen Westdeutschen Rundfunks (WDR), beteuert dagegen, die Zuschauerzahlen seien seit Jahren leider rückläufig.
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Streit gibt es zwischen Sender und Produzenten auch, wenn es um Werbemaßnahmen und Produktionskosten geht. "Wir hatten sehr, sehr wenig werbemäßige Unterstützung der ARD. Im Vergleich zu anderen Sendungen kann man sagen: null. Ich habe mich mehrfach zu den Direktoren begeben und auf Knien klargemacht: Wir brauchen das", so Hans W. Geisendörfer. Der WDR hält derweil dagegen: "Wir haben eine ganze Menge gemacht, auf unterschiedlichen Kanälen", heißt es von Sprecherin Feiereis.
- Bild: "Ich glaube nicht ans endgültige Serien-Aus" (kostenpflichtig)
- Sueddeutsche: "Wir wären bereit weiterzumachen, mit wem auch immer" (kostenpflichtig)
- Nachrichtenagentur dpa