Tennis-Legende äußert sich Zverev in der Krise: Boris Becker wird deutlich

Aktuell läuft es für Deutschlands besten Tennisspieler Alexander Zverev nicht. Der Hamburger steckt in einer Ergebniskrise. Boris Becker findet dazu klare Worte.
Trotz der jüngsten Rückschläge von Tennis-Star Alexander Zverev hat Boris Becker zu mehr Rückhalt für den deutschen Spitzenspieler aufgerufen. Bei einem Termin am Hamburger Rothenbaum betonte der frühere Weltklassespieler, dass Zverev weiterhin zur Weltspitze gehöre – und es deshalb nicht angebracht sei, ihn unter Druck zu setzen.
"Da scheint wohl ein bisschen zu viel Druck, zu viel Erwartungshaltung", sagte Becker bei der Veranstaltung. "Er ist immer noch die Nummer zwei der Welt. Wir haben keinen Besseren, deswegen sollten wir ihn lieber unterstützen als ihn immer kritisieren", erklärte der 57-Jährige.
Beim Masters-1000-Turnier in Miami war Zverev zuletzt im Achtelfinale gegen den französischen Nachwuchsprofi Arthur Fils ausgeschieden. Seit seinem starken Auftritt im Januar bei den Australian Open, wo er bis ins Finale kam, konnte der Olympiasieger von 2021 bei keinem Turnier mehr bis in die entscheidenden Runden vordringen. Mehr noch: Auch die Chance, den Italiener Jannik Sinner während dessen Doping-Sperre von Platz eins zu verdrängen, vergab Zverev durch die Durststrecke.
"Ist irgendwie normal"
Becker sieht die derzeitige Phase gelassen. Die Leistung in Miami sei aus seiner Sicht schon "deutlich besser" gewesen. "Was Sascha gerade durchlebt, das ist irgendwo normal", sagte der dreimalige Wimbledon-Sieger.
Zwischen dem 17. und 24. Mai finden die Hamburg Open statt. Alexander Zverev wird in seiner Heimatstadt voraussichtlich nicht dabei sein, weil er sich auf die French Open vorbereiten will, die kurz danach beginnen. Dafür hat Jannik Sinner seine Teilnahme in Hamburg angekündigt. Der Weltranglistenerste will sich nach dem Ende seiner Doping-Sperre mit Matchpraxis auf das Grand-Slam-Turnier in Paris einstimmen.
- Mit Material der Nachrichtenagentur dpa
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