Klub in Abstiegsgefahr Nach knapp drei Monaten: Zweitligist feuert Trainer

Nicht einmal 180 Tage hat es Michael Schiele im Amt beim SV Sandhausen gehalten. Dem Trainer des Abstiegskandidaten wird eine fatale Bilanz zum Verhängnis.
Zweitligist SV Sandhausen hat seinen Cheftrainer Michael Schiele (42) nach weniger als drei Monaten entlassen. Dies gab der Tabellen-16. am Montag bekannt. Unter Schiele, der zu Saisonbeginn noch bei Aufsteiger Würzburger Kickers auf der Bank gesessen hatte, kassierte der SVS in 14 Pflichtspielen zehn Niederlagen.
Interimsweise werden der langjährige Sandhausen-Profi Stefan Kulovits und Trainer-Routinier Gerhard Kleppinger die Einheiten am Hardtwald leiten und auch beim kommenden Spiel beim SC Paderborn am Samstag gemeinsam die Verantwortung tragen. Gemeinsam mit Schiele wird auch Matthias Lust als Co-Trainer der Lizenzspielermannschaft freigestellt. Schiele hatte am 26. November die Nachfolge von Uwe Koschinat angetreten.
"Leider hat die intensive Arbeit von Michael Schiele, die auch messbare Verbesserungen in jeder Hinsicht gezeigt hat, in den vergangenen Wochen nicht die erwarteten Punkte gebracht", sagte Sandhausens Präsident Jürgen Machmeier: "Es geht im Profifußball nie um einzelne Personen, sondern immer nur um das große Ganze. Für den SV Sandhausen ist es jetzt wichtig, in einer schwierigen Saison mit einem neuen Impuls die Weichen für das Erreichen des Klassenerhalts in der 2. Liga zu stellen."
Der SV Sandhausen war allerdings nicht der einzige Zweiligist, der sich von seinem Trainer trennte. Wenige Stunden zuvor hatte der VfL Osnabrück die Entlassung von Chefcoach Marco Grote bekanntgegeben – nach sieben Niederlagen in Serie und dem Abrutschen auf Rang 15.
- Nachrichtenagentur SID