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Karneval in Köln: Polizei ermittelt wegen mehreren Vergewaltigungen


Kölner Karnevalsauftakt
Mehrere Vergewaltigungen angezeigt – Polizei ermittelt

Von t-online, jon, shh

Aktualisiert am 28.02.2025Lesedauer: 2 Min.
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Polizisten im Zülpicher Viertel: Sie waren in den Party-Hotspots mit einem Großaufgebot vor Ort. (Quelle: IMAGO/Ying Tang/imago)
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Trotz Terrordrohungen feiern die Jecken in Köln – doch die Stimmung ist gedämpft. Die Polizei geht mehreren schwerwiegenden Straftaten nach.

Die Kölner Polizei hat nach einem ruhigen Start in den Straßenkarneval in den Abendstunden mehrere schwerere Gewalttaten verzeichnet. So wurden seit Donnerstagnachmittag zwei Vergewaltigungen bei den Beamten angezeigt, wie ein Polizeisprecher auf Anfrage von t-online bestätigte. Am Freitag wollen die Ermittler eine weitere Zwischenbilanz zur Einsatzlage veröffentlichen.

Demnach soll bereits um 14.30 Uhr eine junge Frau in einer öffentlichen Toilette an den Uniwiesen vergewaltigt worden sein, gegen 18 Uhr missbrauchte ein Unbekannter eine 18-Jährige auf der Zülpicher Straße. Dort hatten sich tagsüber die meisten Feiernden aufgehalten.

Köln: Polizei ermittelt wegen Körperverletzungen im Karneval

Während die Stimmung tagsüber als "sehr ruhig" beschrieben wurde, vermeldete die Kölner Polizei am Abend eine ernüchternde Bilanz: Bis 20 Uhr wurden 14 Menschen in Gewahrsam genommen, unter anderem, um Auseinandersetzungen zu verhindern. In 25 Fällen ermitteln die Beamten wegen Körperverletzungen. Die Bundespolizei wurde zudem am Abend zu einem tödliche Unfall an der S-Bahn-Haltestelle am Hansaring gerufen. Der Hauptbahnhof war dadurch zeitweise ebenfalls gesperrt.

Landesinnenminister Herbert Reul (CDU) betonte, in NRW seien 9.900 Polizisten im Einsatz, 2.500 Beamte mehr als an einem regulären Donnerstag. "Wir dürfen uns von diesen Typen unsere Art zu leben nicht kaputt machen lassen", sagte Reul mit Blick auf die angedrohten Terroranschläge.

Kölner Karneval: IS ruft zu Terroranschlag auf – Polizei zieht erste Bilanz

Anders als in den Vorjahren fiel der Besucherandrang in der Domstadt jedoch deutlich geringer aus. "Erkennbar weniger los als in den Vorjahren", lautete die offizielle Einschätzung der Stadtverwaltung. In der Kölner Innenstadt waren Polizisten und Streifenwagen überall präsent, ebenso waren Autosperren zum Schutz der Feiernden aufgebaut.

Ob die verhaltene Teilnahme mit den Anschlagsdrohungen zusammenhängt, die im Internet kursierten, oder vielleicht auch daran liege, dass viele nach der langen Session bis in den März hinein in diesem Jahr schon genug gefeiert hätten, sei reine Spekulation, erklärte ein Sprecher der Stadt. In sozialen Netzwerken hatten Islamisten zu Anschlägen im Kölner Karneval aufgerufen, was das Bundeskriminalamt (BKA) allerdings als "Propagandaveröffentlichungen" einstufte.

Henriette Reker zu Terrordrohung: Kölner lassen sich nicht einschüchtern

Der Kölner Polizeipräsident Johannes Hermanns betonte, solche Posts dienten der Verunsicherung der Bevölkerung. Die Polizei tue alles Menschenmögliche, um die Feiernden zu schützen. Auch die Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker (parteilos) bekräftigte: "Es wird niemandem gelingen, uns Kölnerinnen und Kölner einzuschüchtern. Wir lassen uns unser Lebensgefühl nicht von Terroristen oder Islamisten nehmen."

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Während in Düsseldorf bei milden Temperaturen und zeitweisem Sonnenschein Zehntausende in die Altstadt strömten, wo die "Möhnen" das Rathaus stürmten, zeigten sich in Köln einige Besucher dennoch besorgt. Mitglieder einer Frankfurter Busreisegruppe erzählten, dass einige aus der Gruppe aus Angst vor Anschlägen abgesagt hätten. Andere seien aber angereist. "Wir haben festgestellt, wenn wir jetzt kneifen, können wir nirgendwo mehr hingehen", sagte Teilnehmerin Petra in einem funkelnden Kostüm.

Hinweis: In einer vorherigen Version des Textes war von drei Vergewaltigungen die Rede. In den Statistiken der Polizei wurde allerdings ein Fall doppelt gezählt. Wir haben den Text entsprechend angepasst.

Verwendete Quellen
  • Mit Informationen der Nachrichtenagentur dpa
  • Beitrag der Polizei Köln auf der Plattform X
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