Festnahme im Heidekreis Polizei stoppt mutmaßliche Geldautomatensprenger
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Bei Bad Fallingbostel endete eine Verfolgungsjagd. Die Polizei nahm drei Männer fest, die im Verdacht stehen, Geldautomaten in Langenhagen gesprengt zu haben.
Nach einer Verfolgungsfahrt auf der A7 hat die Polizei drei mutmaßliche Geldautomatensprenger im Landkreis Heidekreis festgenommen. Dabei handelt es sich um drei Männer im Alter von 30, 31 und 35 Jahren aus den Niederlanden. Das teilte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Osnabrück mit.
Die Tatverdächtigen verließen die A7 bei Dorfmark. Bei dem Zugriff kam es den Angaben zufolge zu einer Kollision zwischen Polizeifahrzeugen und dem Auto der Verdächtigen. Dabei wurden laut Staatsanwaltschaft Polizisten und Tatverdächtige leicht verletzt.
Männer sollen Haftrichter vorgeführt werden
Die Beamten nahmen zwei Männer vor Ort fest. Ein dritter flüchtete zunächst, konnte aber kurze Zeit später ebenfalls gefasst werden. Die Beamten gaben bei dem Einsatz auch Warnschüsse ab, wie der Sprecher weiter mitteilte. Im Fahrzeug fanden die Einsatzkräfte Benzin und Sprengstoff. Letzterer wurde entsorgt, das Auto beschlagnahmt.
Die Festgenommenen stehen im Verdacht, in der Nacht zum Donnerstag zwei Geldautomaten in Langenhagen gesprengt zu haben. Nach ersten Ermittlungen machten sie dabei keine Beute. Die Männer kamen in Polizeigewahrsam. Am Freitagnachmittag wurden sie einem Haftrichter vorgeführt. Die drei Männer seien nun in Untersuchungshaft, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft.
Justizministerin lobt schnellen Fahndungserfolg
Niedersachsens Justizministerin Kathrin Wahlmann (SPD) lobte den schnellen Fahndungserfolg: "Die Botschaft ist ganz klar: Geldautomatensprenger haben bei uns auch in Zukunft keine Chance." Gemeinsam mit internationalen Partnern werde man weiterhin alles dafür tun, diesen Bankräubern des 21. Jahrhunderts endgültig das Handwerk zu legen.
Innenministerin Daniela Behrens (SPD) erklärte, dass Täter in Niedersachsen einem hohen Fahndungsdruck ausgesetzt seien und nicht davon ausgehen könnten, ungeschoren davonzukommen.
Gesprengte Geldautomaten: Zahl geht zurück
In Niedersachsen sank die Zahl der gesprengten Geldautomaten im vergangenen Jahr auf 19, nach 39 Fällen ein Jahr zuvor und 68 Fällen im Jahr 2022. Im laufenden Jahr waren es nach Angaben des Landeskriminalamts bis zum Stichtag 27. Februar drei Taten. Auch bundesweit sinken demnach die Fälle von Geldautomatensprengungen. Die Taten würden niederländischen Banden zugerechnet, die überwiegend aus dem Raum Utrecht stammten, wie Friedo de Vries, Präsident des niedersächsischen Landeskriminalamts, sagte.
- Mit Material der Nachrichtenagentur dpa
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