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Ausflugstipp ab Dresden: Lilienstein in der Sächsischen Schweiz


Kurioser Berg
Warum dieser einzelne Felsgipfel Wanderer und Historiker fasziniert

Von t-online
27.03.2025Lesedauer: 2 Min.
imago images 0470121851Vergrößern des Bildes
Der Lilienstein: Er ist der einzige Tafelberg auf der rechten Seite der Elbe. (Quelle: IMAGO/Sylvio Dittrich/imago)
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Ein Fels mitten im Flusstal: Der Lilienstein ist der einzige Tafelberg auf der rechten Seite der Elbe. Ein Wahrzeichen, das sogar schon von einem König besucht wurde.

Was den Lilienstein von allen anderen Tafelbergen in der Sächsischen Schweiz unterscheidet: Er steht auf der rechten Seite der Elbe. Alle anderen der Region gruppieren sich linkselbisch – doch dieser eine ragt allein auf der Ostseite in den Himmel. Eine geologische Besonderheit, entstanden durch Erosion und tektonische Verschiebung.

Keramische Funde belegen, dass der Lilienstein bereits in vorgeschichtlicher Zeit aufgesucht wurde. Die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 1379, damals wurde er als "Ylgenstein" bezeichnet. Aus dieser Zeit stammt vermutlich auch die Felszeichnung eines Kreuzes am Südaufstieg.

Früher gab es einen Obelisken auf dem Lilienstein

Einst trug der Lilienstein eine kleine Burg des böhmischen Königs. Diese ging zu Beginn des 15. Jahrhunderts in sächsischen Besitz über. Der heutige Wanderweg führt durch die Reste der Burg.

Im Jahr 1708 bestieg August der Starke den Lilienstein und ließ zu diesem Anlass nicht nur einen steilen Stufenweg bauen, sondern sogar einen Obelisken auf dem Gipfel errichten. Heute ist das Denkmal verschwunden – doch der Weg ist geblieben und erinnert an den wohl kuriosesten Monarchenbesuch Sachsens.

Ein Berg wie aus der Kulisse

Der Lilienstein sieht aus, als hätte ihn ein Bühnenbildner platziert: freistehend und dramatisch. Egal, aus welcher Richtung der Lilienstein betrachtet wird – immer zeigt er sich in einer anderen Form. Romantische Maler des 19. Jahrhunderts machten ihn zum Inbegriff der Sächsischen Schweiz. Heute ziert er Poster, Instagram-Profile und Reiseberichte gleichermaßen.

Die Wege zum Gipfel sind nichts für Ungeübte: Steile Stufen, Eisenleitern und schmale Pfade machen den Aufstieg zur kleinen Mutprobe. Doch wer oben ankommt, wird mit einem 360-Grad-Panorama belohnt – vom Elbtal bis zum Erzgebirge.

Wer den Lilienstein erklimmen will, beginnt die Tour meist am Bahnhof Königstein, setzt mit der Elbfähre nach Halbestadt über und folgt von dort dem Wanderweg zum Fuß des Berges. Oben wartet in der Saison eine bewirtschaftete Hütte mit Aussicht.

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