Höchststand seit 10 Jahren Mehr Dresdner Haushalten der Strom abgeknipst

Wer seine Stromrechnung nicht bezahlt, muss mit Abschaltungen rechnen. Die Linken fordern ein Verbot von Strom- und Gassperren per Gesetz.
In Dresden gab es 2024 insgesamt 2.373 Stromabschaltungen, geht aus einer Kleinen Anfrage der Linken im Landtag hervor. Damit erreichte die Zahl der Stromsperren den höchsten Stand seit 2014. In der Landeshauptstadt blieben Betroffene im Schnitt eine Woche ohne Strom.
"Niemand riskiert freiwillig eine Stromsperre – in den meisten Fällen reichen der karge Arbeitslohn, die mickrige Rente oder Sozialleistungen nicht aus, um diese Kosten zu decken", erklärte die Landtagsabgeordnete und Linke-Parteichefin Susanne Schaper. Eine Stromabschaltung helfe niemandem und verschlimmere oft die Situation der Betroffenen noch. "Wer keinen Strom hat, sitzt nicht nur im Dunkeln, sondern kann sich oft auch keine Nahrung zubereiten."
Die Linken fordern ein gesetzliches Verbot von Strom- und Gassperren. Energie sei ein Menschenrecht.
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- edas.landtag.sachsen.de: Kleine Anfrage der Linken vom 21. Februar 2025
- Mit Material der Nachrichtenagentur dpa
- linksfraktionsachsen.de: Mitteilung der sächsischen Linksfraktion vom 26. Februar 2025