Sicherheit auf den Straßen Zahl der Verkehrstoten in Berlin gestiegen
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In Berlin gab es 2024 mehr Verkehrstote als im Vorjahr. Der Senat will nun die Geschwindigkeitskontrollen verstärken.
Trotz leicht gesunkener Unfallzahlen ist die Zahl der Verkehrstoten in Berlin im vergangenen Jahr deutlich gestiegen. 2024 starben insgesamt 55 Menschen bei Verkehrsunfällen in der Hauptstadt, im Vorjahr waren es 33. Da diese Zahl jährlich stark schwankt, sei sie jedoch weniger aussagekräftig über die allgemeine Sicherheit im Verkehr. Das geht aus der aktuellen Bilanz der Polizei zur Verkehrssicherheit hervor.
Um die Sicherheit auf Berlins Straßen zu erhöhen, plant der Senat eine Verstärkung der Geschwindigkeitskontrollen. Innensenatorin Iris Spranger (SPD) betonte bei der Vorstellung der Unfallbilanz: "Es ist ein wichtiges Anliegen, den Kontrolldruck hochzuhalten und noch zu erhöhen." Aktuell verfügt Berlin über 47 feste Blitzer-Anlagen, davon 23 reine Tempomessgeräte und 24 kombinierte Anlagen, die auch Rotlichtverstöße erfassen. Zusätzlich setzt die Polizei 21 Fahrzeuge für mobile Radarkontrollen und 6 transportable Blitzer ein.
Zahl der Leichtverletzten minimal gestiegen
Spranger wünscht sich eine weitere Aufstockung der mobilen Anlagen. Auch die Bußgeldstelle soll personell verstärkt werden: Zu den bestehenden 303 Stellen kommen 32 neue hinzu.
Insgesamt sank die Zahl der Verkehrsunfälle in Berlin 2024 leicht auf 133.365 (2023: 134.136). Die Zahl der Leichtverletzten stieg minimal auf 14.505 (2023: 14.139), während die der Schwerverletzten auf 1.920 zurückging (2023: 2.073). Fast die Hälfte der 55 Verkehrstoten im vergangenen Jahr waren Senioren. In rund 64 Prozent aller Verstorbenen handelte es sich um Radfahrer (11) und Fußgänger (24).
Die Unfallbilanz zeigt, dass trotz wachsender Stadtbevölkerung die Gesamtzahl der Unfälle leicht rückläufig ist. Die stark schwankende Zahl der Todesopfer sei jedoch weniger aussagekräftig für die allgemeine Verkehrssicherheit, heißt es.
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- Nachrichtenagentur dpa