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Island: Magma bewegt sich weiter, neue Eruptionsspalten möglich


Vulkan auf Island
Magma bewegt sich weiter – neue Eruptionsspalten möglich

Von dpa, t-online, lea

Aktualisiert am 02.04.2025 - 13:25 UhrLesedauer: 2 Min.
Glühende Lava und karge Mooslandschaft: Der Vulkan auf Reykjanes beruhigt sich. Experten warnen jedoch vor möglichen neuen Eruptionsspalten.Vergrößern des Bildes
Glühende Lava und karge Mooslandschaft: Der Vulkan auf Reykjanes beruhigt sich. Experten warnen jedoch vor möglichen neuen Eruptionsspalten. (Quelle: dpa/ Marco di Marco)
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Nur noch schwaches Glühen im Lavafeld: Der neue Ausbruch auf der Reykjanes-Halbinsel ist offenbar fast vorbei. Doch unter der Erde bleibt es unruhig – es kommt zu Erdbeben.

Nach nur kurzer Zeit scheint der jüngste Vulkanausbruch auf Island deutlich an Kraft verloren zu haben. An der Eruptionsspalte auf der Reykjanes-Halbinsel, südwestlich von Reykjavik, ist derzeit keine sichtbare Aktivität mehr feststellbar. Das teilte die isländische Wetterbehörde am Mittwoch mit. Nur vereinzelt sei im Bereich des Erdrisses und im entstandenen Lavafeld noch ein schwaches Glühen zu erkennen.

Trotz der ruhigen Oberfläche registrieren die Experten weiterhin seismische Aktivitäten und Bodenverformungen – ein klares Zeichen dafür, dass sich im Untergrund noch Magma bewegt. Erdbeben gibt es insbesondere rund 20 Kilometer südlich des aktiven Spaltensystems. Solange diese Aktivität anhält, könne es jederzeit zur Bildung neuer Eruptionsspalten kommen, warnt die Wetterbehörde.

Auch ein sogenannter Erdbebenschwarm mit mehreren Tausend Erschütterungen dauert laut Messdaten weiterhin an – zuletzt auch noch am Mittwochmorgen. Das derzeit jüngste Erdbeben ereignete sich am Mittwochmorgen um 9.10 Uhr Ortszeit in Greenland Sea nahe der Küste von Island. Das Beben brach in einer vergleichsweise geringen Tiefe von 8,6 km aus und hatte eine Stärke von 3,1.

Das bislang stärkste Erdbeben des Schwarms hatte eine Magnitude von 5,2 und ereignete sich am Dienstag um 16.54 Uhr Ortszeit 26 Kilometer von der Hauptstadtregion Reykjavík entfernt. Die Tiefe des Bebens konnte nicht bestimmt werden, aber es war in der gesamten Region zu spüren.

Video | Isländischer Ort nach Vulkanausbruch evakuiert
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Quelle: Glomex

Ausbruch begann am Dienstagvormittag

Der Ausbruch hatte am Dienstagvormittag begonnen. Aus einer rund 1.200 Meter langen Spalte sprudelte glühende Lava an die Oberfläche. Wie bei den meisten Ausbrüchen in der dünn besiedelten Region bestand keine direkte Gefahr für Menschen.

Dank eines 2024 errichteten Schutzwalls flossen die Lavamassen diesmal nördlich am Ort Grindavík vorbei. Zwar wurde ein Bruch einer Warmwasserleitung gemeldet, doch aktuell besteht laut Behörden keine akute Bedrohung für den Fischerort, der vorsorglich am Dienstag erneut evakuiert wurde.

In der Vergangenheit gingen die Eruptionen jedoch nicht immer so glimpflich aus: Bei einem Ausbruch im November wurden drei Häuser am Ortsrand von Grindavík beschädigt, auch der Parkplatz des bei Touristen beliebten Geothermalbads Blaue Lagune wurde von Lava getroffen.

Verwendete Quellen

Quellen anzeigenSymbolbild nach unten

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