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Weilburg: Pawlos verschwunden – ganzer Ort sucht nach 6-Jährigem


Sechsjähriger Junge vom Erdboden verschluckt
Nach ihm sucht ein ganzer Ort


Aktualisiert am 27.03.2025Lesedauer: 2 Min.
Der kleine Pawlos: Professionelle Helfer durchkämmen den öffentlichen Raum, Bürger sollen ihre Gärten und Schuppen absuchen.Vergrößern des Bildes
Der kleine Pawlos: Professionelle Helfer durchkämmen den öffentlichen Raum, Bürger sollen ihre Gärten und Schuppen absuchen. (Quelle: Polizei)
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Wo ist der kleine Pawlos? Die Polizei sucht mit Hunden und Hubschrauber. Ein Feuerwehrauto fährt herum und lockt mit der Stimme seiner Mutter. Aber das autistische Kind bleibt verschwunden.

In Hessen wird ein sechs Jahre alter Junge vermisst. Fast ganz Weilburg ist auf den Beinen, um den kleinen Pawlos zu finden. Ein Polizeihubschrauber ist in der Luft, Rettungshunde versuchen, eine Spur des Kindes zu erschnüffeln. Eine Reiterstaffel ist im Einsatz, außerdem die Wasserschutzpolizei.

Das Problem: Pawlos ist autistisch veranlagt. Das heißt, dass die laute Suche nach dem Kind ihm zusätzlich Angst machen könnte. "Die Wahrscheinlichkeit, dass er sich irgendwo versteckt hält, ist relativ groß", sagt Weilburgs Bürgermeister Johannes Hanisch – und verspricht, auf der Suche nach dem Jungen jeden Stein umzudrehen.

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"Hier ist deine Mutter. Versteck dich bitte nicht"

Mehr als 120 professionelle Rettungskräfte durchkämmen systematisch den öffentlichen Raum. Die Bürger sind aufgerufen, bei sich zu Hause zu schauen: Hat sich Pawlos in einem Garten in eine geschütze Ecke verkrochen, hockt er in einer Höhle und traut sich nicht mehr heraus? Ist er durch ein unscheinbares Schlupfloch in einen Keller oder eine Schrebergartenhütte gelangt?

Die Menschen werden gebeten, bei der Suche nach Pawlos vorsichtig zu sein. "Versuchen Sie nicht, ihn anzusprechen oder festzuhalten", warnt die Polizei. "Dies könnte bei ihm Angst und fluchtartiges Verhalten hervorrufen."

Die Feuerwehr lässt derweil ein Auto herumfahren, vom Band ertönt die Stimmer von Pawlos Mama: "Hier ist deine Mutter", heißt es in der auf eritreisch eingesprochenen Ansage. "Komm raus und versteck dich bitte nicht. Wir vermissen dich."

Erinnerungen an den Fall Arian

Der Fall weckt Erinnerungen an den kleinen Arian. Der Sechsjährige war vor einem Jahr verschwunden und zwei Monate später im Juni 2024 tot gefunden worden. Wie Pawlos war auch Arian Autist. Arians Leiche lag nur wenige Kilometer vom Elternhaus entfernt auf einem Feld, das die Polizei zuvor bereits abgesucht hatte.

Eine Todesursache veröffentlichten die Beamten damals "unter Berücksichtigung der Persönlichkeitsrechte des verstorbenen Kindes und der Angehörigen" nicht. Sie teilten lediglich mit, dass ein Gewaltverbrechen auszuschließen sei.

Verwendete Quellen

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