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Cold Case Cornelia Pfau: 35 Jahre nach dem Mord wird Fall neu aufgerollt


35 Jahre später
Tochter von Mordopfer bringt Bewegung in Cold Case

Von t-online, ivi

04.04.2025 - 12:03 UhrLesedauer: 2 Min.
Hängeregister mit "Cold Case"-Beschriftung: Nach 35 Jahren kommt in den Cold Case Cornelia Pfau neue Bewegung.Vergrößern des Bildes
Hängeregister mit "Cold Case"-Beschriftung: Nach 35 Jahren kommt in den Fall Cornelia Pfau neue Bewegung. (Quelle: Sascha Steinach/imago-images-bilder)
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Im Januar 1990 wurde die 26-jährige Cornelia Pfau vergewaltigt und erwürgt in einem Wald bei Ebringen gefunden. Jetzt – 35 Jahre später – kommt Bewegung in den Cold Case.

Es ist ein kalter Januarabend, als Cornelia Pfau eine Kneipe im Freiburger Stadtteil Haslach verlässt. Anstatt auf den Bus zu warten, steigt sie an der Bushaltestelle Rankackerweg in ein helles Fahrzeug. Das Ziel? Unbekannt. Am nächsten Morgen findet ein Spaziergänger ihre Leiche in einem Wald.

Schnell steht fest: Die junge Frau wurde vergewaltigt und erwürgt. Cornelia Pfau wurde nur 26 Jahre alt. Die Ermittlungen laufen ins Leere, der Täter kann nicht identifiziert werden. Schließlich legen die Ermittler den Fall zu den Akten.

Mehr als 35 Jahre sind seit dem unheilvollen 10. Januar 1990 vergangen. Doch Natascha Pfau gibt nicht auf. Als ihre Mutter ermordet wurde, war sie erst sechs Jahre alt. Fast ihr gesamtes Leben kämpft sie nun darum, dass das Verbrechen an ihrer Mutter nicht in Vergessenheit gerät.

"Die große Hürde ist genommen"

Ein erster Versuch, den Fall über ein internationales Hochschulprojekt untersuchen zu lassen, scheiterte – ausgerechnet am Datenschutz. Die rund 3.000 Seiten starke Ermittlungsakte durfte nicht ins Ausland oder andere Bundesländer geschickt werden. Zu sensibel, hieß es aus dem Stuttgarter Landesdatenschutzamt.

Doch nun gibt es einen Durchbruch. Der Landesdatenschutzbeauftragte hat seine Erlaubnis erteilt – unter einer Bedingung: Die Akten dürfen Baden-Württemberg nicht verlassen. Das ermöglicht jetzt eine Zusammenarbeit mit der Polizeihochschule in Villingen-Schwenningen. "Die große Hürde mit dem Datenschutz ist genommen, das freut mich sehr", sagte Pfau der "Badischen Zeitung".

Cold Cases: Studenten ermitteln

Die Dozentin Marie-Luise Hüser bietet an der Polizeihochschule in Villingen-Schwenningen das Seminar "Cold Cases" an. Zwölf Studierende analysieren dabei echte, ungeklärte Mordfälle – bisher meist aus der Region. Für das Sommersemester 2025 ist der Fall Pfau zwar bis jetzt nicht eingeplant, doch ab Frühjahr 2026 könnte es losgehen.

"Ich bin guter Dinge. Heute kann man auf eine Spur kommen, die man vor 35 Jahren vielleicht noch nicht im Blick hatte", so Natascha Pfau.

Die Staatsanwaltschaft und das Polizeipräsidium Freiburg bestätigen der "Badischen Zeitung", dass die Polizeihochschule in Villingen-Schwenningen in die Ermittlungsarbeit einbezogen wird. "Nach derzeitigem Kenntnisstand gibt es keine Bedenken des Landesdatenschutzbeauftragten gegen diese angestrebte Unterstützung", sagte Polizeisprecher Johannes Saiger.

Die Federführung würde auch im Falle einer Unterstützung bei der Staatsanwaltschaft und der Kriminalpolizei Freiburg bleiben. Man dürfe jetzt aber keine Wunder erwarten, betonte Hüser. "Doch wenn uns was auffällt in den Akten, wird direkt der Sachbearbeiter in Freiburg informiert, der den Fall bisher betreut hat."

Verwendete Quellen
Transparenzhinweis

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