Schülerin seit 2006 verschwunden Georgines mutmaßlicher Mörder steht vor Gericht

Vor zwölf Jahren verschwand die 14-jährige Georgine – und tauchte nie wieder auf. Ein 44-Jähriger soll die Schülerin vergewaltigt und getötet haben. Nun muss er sich in einem Prozess verantworten.
Mehr als zwölf Jahre nach dem Verschwinden der vermissten Schülerin Georgine hat die Berliner Staatsanwaltschaft einen 44-Jährigen angeklagt. Dem Mann werden Mord und Vergewaltigung vorgeworfen, teilte Staatsanwaltschafts-Sprecher Martin Steltner am Dienstag mit. Die Leiche wurde bis heute nicht gefunden.
Der Angeschuldigte soll die 14-Jährige im September 2006 auf dem Heimweg von der Schule abgepasst und in einen Keller seiner Wohnung in Berlin-Moabit gelockt haben. Laut Anklage schlug er das Mädchen bewusstlos und vergewaltigte es. Aus Angst vor Entdeckung soll der Mann Georgine erwürgt und an einen unbekannten Ort gebracht haben.
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Der Verdächtige ist seit Dezember 2018 in Untersuchungshaft. Er war bereits 2013 wegen sexuellen Missbrauchs einer Jugendlichen im Keller seiner Wohnung zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr und acht Monaten verurteilt worden. Der Mann geriet 2017 erneut ins Visier der Ermittler.
- Nachrichtenagentur dpa