Partei-Mitbegründer übt Kritik "AfD hat gestörtes Verhältnis zum Klima"

Er hat die AfD einst mit ins Leben gerufen: Jetzt griff der Publizist Konrad Adam die Partei für ihre Haltung zur Klimakrise scharf an. Wer Naturschutz als "konservatives Erbstück" betrachte, müsse auch Taten folgen lassen.
Der Mitbegründer der AfD, Publizist Konrad Adam, hat die Partei für ihre Haltung zur Klimakrise kritisiert. Unter der Überschrift "Die AfD hat ein gestörtes Verhältnis zum Klima" schrieb der heutige Ehrenvorsitzende der AfD-nahen Desiderius-Erasmus-Stiftung in einem Meinungsbeitrag für die "Welt", Parteileute wie der Fraktionschef im Bundestag, Alexander Gauland, beanspruchten den Naturschutz als konservatives Erbstück für sich und die Partei. "Es folgt nur nichts daraus."
"Die alten Renner sind lahm geworden"
Adam schrieb: "Unter der Parole "Es gibt keinen Klimawandel" haben sie die AfD zu einer Anti-Klima-Partei stilisiert, die den Kampf gegen Öko-Wahn und Treibhaus-Hysterie zum Inhalt ihrer Werbefeldzüge macht, seitdem ihre beiden alten Renner, die Währungs- und die Flüchtlingspolitik, lahm geworden sind."
Die AfD habe sich "festgebissen an der Rolle der Protestpartei", kritisierte der Mitbegründer der Partei. "Wir brauchen keine Parteien, welche die eine Phrase mit der anderen beantworten und Klima-Irrsinn brüllen, wenn die anderen den Klima-Notstand ausgerufen haben."
- Nachrichtenagentur dpa