"Habeckisierung der Politik" Laschet sieht Grüne als Hauptkonkurrenten der Union

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet hat die Grünen als größte Wettbewerber bei der nächsten Bundestagswahl ausgemacht. Sie hätten beim Klimapaket "staatspolitisch verantwortlich" gehandelt. Sein Wunschpartner für eine Koalition steht aber fest.
Die Grünen werden nach Worten von NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) der größte Konkurrent der Union bei der nächsten Bundestagswahl. Zwar gebe es bereits auf Landesebene funktionierende schwarz-grüne Koalitionen etwa in Baden-Württemberg und Hessen. "Bei der nächsten Bundestagswahl sind die Grünen allerdings für die Union der Hauptwettbewerber", sagte Laschet im Interview der Deutschen Presse-Agentur.
Es gebe große Unterschiede zwischen den Parteien, etwa bei der inneren Sicherheit sowie der Außen- und Wirtschaftspolitik. Am Kompromiss zum Klimapaket habe man aber auch gesehen, dass die Grünen "bei dieser wichtigen Frage auch staatspolitisch verantwortlich gehandelt haben", sagte Laschet, der auch CDU-Bundesvize ist.
Seine "Wunsch-Koalition" sei weiter ein Bündnis mit der FDP. "Dass man besser, sachgerechter und effektiver mit der FDP regieren kann, spüre ich jeden Tag", sagte Laschet, der in NRW seit 2017 ein schwarz-gelbes Regierungsbündnis führt. "Mit einem anderen Koalitionspartner hätte man bei jedem einzelnen Thema Grundsatzdiskussionen."
"Immer noch viel linke Ideologie"
In den programmatischen Beschlüssen der Grünen stecke "immer noch viel linke Ideologie", sagte Laschet. Geändert habe sich dagegen der Auftritt des Führungsduos aus Robert Habeck und Annalena Baerbock. "Diese "Habeckisierung" der Politik ist eher ein Wellness- und Wohlfühlfaktor", sagte Laschet. "Das ist auch in Ordnung." Aber in den inhaltlichen Beschlüssen "gibt es vieles, wo wir weit auseinanderliegen".
- Nachrichtenagentur dpa