Nach antisemitischen Äußerungen AfD-Politiker in Halle legt sein Mandat nieder

In Halle hat AfD-Politiker Donatus Schmidt sein Mandat niedergelegt. Der Stadtrat hatte antisemitische Verschwörungstheorien zum Anschlag auf das World Trade Center verbreitet.
Der wegen antisemitischer Äußerungen in die Kritik geratene AfD-Stadtrat Donatus Schmidt aus Halle hat sein Mandat niedergelegt. Das bestätigte die AfD-Stadtratsfraktion am Freitag auf Nachfrage. Zuvor hatte die "Städtische Zeitung" berichtet. "Herr Schmidt hat dem Oberbürgermeister und mir heute per E-Mail und schriftlich seinen Rücktritt erklärt. Er ist damit wirksam", wird die Stadtratsvorsitzende Katja Müller (Linke) in dem Bericht zitiert. Eine Begründung für den Rücktritt wurde zunächst nicht genannt.
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Vergangene Woche hatte Schmidt bereits seinen Posten im Aufsichtsrat der Theater, Oper und Orchester GmbH Halle verloren. Im Zusammenhang mit den Terroranschlägen auf das World Trade Center hatte er in einem Video gesagt: "An diesem Tag, 9/11, ist in New York ein sogenannter "Jew Call" rumgegangen. Das heißt, alle Juden, die in diesen Türmen gearbeitet haben, haben diesen Anruf bekommen." Er ergänzte, dass "wohl kein wirklich wichtiger Jude am Arbeitsplatz" gewesen sei. Das Video war im Jahr 2016 hochgeladen worden.
- Nachrichtenagentur dpa