Es ist nicht Elon Musk Wer leitet Doge? Jetzt nennt das Weiße Haus einen Namen
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Doge hat in den letzten Wochen zehntausenden Beamten gekündigt. Hinter der Behörde steckt laut Regierung nicht Elon Musk, sondern eine völlige Unbekannte.
Nach langer Unklarheit über die offizielle Leitung des sogenannten Departments of Government Efficiency hat das Weiße Haus einen Namen genannt – und es ist nicht Elon Musk. "Amy Gleason ist also schon seit einiger Zeit Doge-Chefin", bestätigte Sprecherin Karoline Leavitt entsprechende Medienberichte vom Vortag. Sie sei sich über den genauen Zeitrahmen nicht sicher – "ich glaube, seit einigen Wochen, vielleicht einem Monat". Gleason sei Berufsbeamtin, erklärte Leavitt.
Die Sprecherin gab sich überrascht über das große Interesse an der Personalie. Auf die Frage, warum selbst Doge-Mitarbeiter offenbar erst am Dienstag über die Besetzung informiert wurden, antwortete Leavitt, diese seien "offensichtlich nicht im Bilde" und behauptete: "Alle wussten Bescheid." Es gebe "weitaus wichtigere Themen in der Welt als die Frage, wer Doge leitet", fügte Leavitt hinzu. "Aber aus irgendeinem Grund ist die Presse so besessen davon, dass Sie unaufhörlich danach fragen."
- Trump und Musk: Die zwei Staatszerstörer
Wer ist Amy Gleason?
Amy Gleason ist 53 Jahre alt und arbeitete von 2018 bis 2021 im "United States Digital Service". In dieser Funktion war sie unter anderem für die Umsetzung von Maßnahmen während der Corona-Pandemie zuständig. Die Behörde wurde inzwischen in "US Doge Service" umbenannt, schreibt sie auf ihrem LinkedIn-Profil.
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Dass die Führung des Gremiums so stark im Fokus steht, ist allerdings keineswegs überraschend. Kurz nach seiner Wahl im November hatte US-Präsident Donald Trump den Tech-Milliardär Elon Musk mit dem Kürzen von Staatsausgaben betraut und ausdrücklich verkündet: "Ich freue mich, ankündigen zu können, dass der großartige Elon Musk (…) das Department of Government Efficiency (Doge) leiten wird."
Wer steht wirklich an der Spitze?
Musk selbst kultiviert das Bild, dass er maßgeblich das Sagen bei Doge hat. Mit dem Gremium nimmt der laut Schätzungen reichste Mensch der Welt seit Wochen erheblichen Einfluss auf die Arbeit zahlreicher US-Behörden. Dafür wurden ihm offenbar weitreichende Befugnisse eingeräumt – einschließlich Massenentlassungen von zehntausenden Beamten, deren Rechtmäßigkeit fraglich ist.
Doge und damit auch Musks Rolle sind inzwischen Gegenstand mehrerer Klagen. Es ist gut möglich, dass das Weiße Haus versucht, ihn aus der juristischen Schusslinie zu holen.
Musk hatte Trump im Wahlkampf großzügig finanziell unterstützt. Ursprünglich hatte der Republikaner die Rolle des Multimilliardärs in Verbindung mit dem Gremium explizit außerhalb der Regierung definiert. Kurz nach seiner Vereidigung erhob Trump ihn dann zum "besonderen Regierungsangestellten" – ein Status, der eigentlich mit strikten Einschränkungen und Ethik-Regeln verbunden ist. Als CEO von Tesla, SpaceX und X hat Musk weitreichende wirtschaftliche Eigeninteressen.
- Nachrichtenagentur dpa
- time.com: Who is Amy Gleason, the Low-Profile Official Named Acting Administrator of DOGE?