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iPhone 16e im Test: Apple verabschiedet sich vom Home-Button


iPhone 16e
Apples Einsteiger-iPhone im Test: Ein Abschied vom Klassiker


27.02.2025 - 03:00 UhrLesedauer: 4 Min.
Das iPhone 16e ersetzt die beliebte SE-Reihe und ist fit für Apples KI-Anwendungen.Vergrößern des Bildes
Das iPhone 16e ersetzt die beliebte SE-Reihe und ist fit für Apples KI-Anwendungen. (Quelle: t-online/ Johann Philipp)
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Das neue Einsteiger-iPhone ist da. Apple verabschiedet sich vom Home-Button und rückt das Modell näher an die hochpreisigen Flaggschiffe. Das neue iPhone 16e ist größer, schneller – und teurer.

Das iPhone SE war über Jahre hinweg der Underdog im Apple-Universum – klein, vertraut und überraschend leistungsstark. Während die teuren Flaggschiffe immer größer wurden, blieb das SE die letzte Option für Fans des klassischen iPhone-Designs: ein Home-Button, ein handliches Gehäuse und ein Preis, der ein Apple-Handy für viele erschwinglich machte.

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Mit dem neuen iPhone 16e krempelt Apple sein Einsteiger-iPhone um: Der Home-Button verschwindet, die Displaygröße wächst und mit damit auch der Preis. Bleibt es fortan dennoch der beliebte Preis-Leistungs-Tipp, den viele schätzen? t-online konnte das neue Modell vorab testen und erklärt, für wen sich ein Upgrade lohnt.

Was ist neu beim iPhone 16e?

Die größte Veränderung beim iPhone 16e ist das Display. Apple setzt jetzt auf ein OLED-Panel, das mit 6,1 Zoll Diagonale nicht nur größer ist, sondern auch Farben kräftiger und Kontraste schärfer darstellt. Es ist damit genauso groß wie beim iPhone 16. Zum Vergleich: Das iPhone SE hatte eine Diagonale von 4,7 Zoll. Weil das Display aber nun bis an den Gehäuserand reicht, ist das iPhone 16e insgesamt nur acht Millimeter höher und vier Millimeter breiter als das SE.

Eine weitere Neuerung, die direkt auffällt: Der Home-Button fällt weg und damit auch der Fingerabdrucksensor. Das 16e setzt als erstes Einsteigermodell von Apple auf die Gesichtserkennung FaceID.

Im Inneren gibt es viele Ähnlichkeiten mit dem iPhone 16: Die Bildwiederholungsrate bleibt bei 60 Hertz – wer flüssigere 120 Hertz haben möchte, muss weiterhin zum Pro-Modell greifen. Der A18-Chip kommt ebenfalls aus dem iPhone 16, ist jedoch etwas abgespeckt und bietet einen Grafikkern weniger. Das hat für normale Alltagsanwendungen jedoch keine spürbaren Auswirkungen. Mit dem Prozessor ist das neue Modell auch fit für Apples KI-Funktionen. Ab April soll Apple Intelligence auch in Deutschland verfügbar sein.

Beim Akku erreicht es bessere Werte als das reguläre iPhone 16: Bis zu 26 Stunden Videowiedergabe sind laut Apple drin. In unserem Praxistest kommen wir mit gewöhnlichen Aufgaben wie Mails checken, Nachrichten schreiben, Fotos aufnehmen, im Internet surfen und telefonieren ohne Problem über einen ganzen Tag. Abends zeigt der Akkustand am Tag des Tests immer noch rund 30 Prozent. Die höhere Akkulaufzeit soll auch am eigens entwickelten Mobilfunkchip liegen: Apple nennt ihn C1 und macht sich damit unabhängig vom bisherigen Lieferanten Qualcomm.

Kamera: 48 Megapixel mit einer Linse

Das iPhone 16e setzt auf nur eine Hauptkamera mit 48 Megapixeln, die einen zweifachen Zoom ermöglicht. Die Kamera ist optisch stabilisiert, was gerade bei schwachem Licht klarere Bilder ermöglicht. Auch die Frontkamera hat sich verbessert: Sie bietet nun 12 Megapixel und einen Autofokus, der schärfere Selfies erlaubt. Beide Kameras unterstützen 4K-Videos mit bis zu 60 Bildern pro Sekunde.

Eine Ultraweitwinkellinse fehlt dagegen. Sowohl das normale iPhone 16 als auch die Pro-Modelle haben diese zweite Linse. Sie bietet einen größeren Blickwinkel und kann deutlich mehr von der Umgebung einfangen.

Das Einstiegs-iPhone beginnt bei 699 Euro

Rund 700 Euro verlangt Apple für das iPhone 16e in der Basisausstattung mit 128 GB Speicher. Damit ist es stattliche 170 Euro teurer als das iPhone SE, als es herauskam.

Das iPhone 16 beginnt bei 949 Euro. Somit ist das 16e zwar deutlich günstiger, aber wenn man die Vorgänger ebenfalls einbezieht, zeigt sich ein anderes Bild: Das iPhone 15 gibt es neu bereits ebenfalls ab rund 700 Euro, oft sogar deutlich darunter. Es ist zwar ausgeschlossen von den neuen KI-Spielereien, bietet dafür aber andere praktische Funktion: den magnetischen Ladeanschluss Magsafe zum Beispiel. Den hat Apple beim 16e eingespart. Und auch die oben bereits vermisste zweite Kameralinse bringt ein iPhone 15 mit. Beim Preis heißt es daher: genau hinschauen.

Die Vorteile für das 16e liegen hingegen bei der vollen Unterstützung der KI-Funktionen, die sich in den nächsten Jahren noch erweitern werden, und bei einer im Vergleich zu den Vorgängern längeren Versorgung mit Softwareupdates.

Fazit: Ein Schritt nach vorn, aber kein Schnäppchen mehr

Das iPhone 16e bringt eine Reihe wichtiger Neuerungen mit, die es zu einem modernen und leistungsstarken Gerät machen. Mit dem OLED-Display, dem schnellen Chip und der Unterstützung für Apple Intelligence wurde das Einsteiger-iPhone technisch deutlich verbessert.

Trotzdem muss man für 699 Euro auch Abstriche machen: bei der Kamera, die nur eine Linse bietet, oder bei Zusatzfeatures wie Magsafe. Wer sollte upgraden? Wer noch ein iPhone SE in der Tasche hat, wird enorme Unterschiede in allen Bereichen feststellen. Lob gibt es zudem für die wirklich starke Akkulaufzeit. Wer dagegen auf KI-Funktionen verzichten kann, sollte sich auch die Vorgänger genauer ansehen.

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Eines ist mit dem iPhone 16e klar: Apple nimmt Abschied von einem Klassiker. Bereits der Name verrät, dass das neue iPhone 16e näher am iPhone 16 liegt und kein direkter Nachfolger des beliebten SE-Modells ist. Der Hersteller entscheidet sich damit gegen die Fortsetzung eines kompakt und preiswert gehaltenen Einsteigermodells, das auf den Charme der alten iPhones setzt.

Stattdessen rückt das 16e näher an die Premiumklasse heran – was einerseits durch die modernisierte Technik gerechtfertigt ist, andererseits die Wahl für das richtige Modell erschwert. Denn mit dem iPhone 15 und selbst dem iPhone 14 gibt es fürs gleiche Geld eine zum Teil sogar bessere Ausstattung.

Beim Kauf kommt es daher darauf an, welche Funktionen wichtig sind. Wer langfristig mit Softwareupdates versorgt werden will, das neueste Gerät und die KI nutzen möchte, kann ohne Bedenken zuschlagen. Wer dagegen das günstigste iPhone sucht, sollte die Vorgänger in Erwägung ziehen.

Das iPhone 16e mit 128 GB Speicher ist ab Freitag, dem 28. Februar, für 699 Euro in den Farben Weiß und Schwarz erhältlich. Die Version mit 256 GB startet bei 829 Euro, mit 512 GB kostet es 1.079 Euro.

Anmerkung der Redaktion: Apple hat t-online das iPhone 16e für diesen Test kostenlos zur Verfügung gestellt, nimmt jedoch keinerlei Einfluss auf die inhaltliche redaktionelle Berichterstattung.

Verwendete Quellen
  • Eigener Test
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