Pläne für All-Star-Game Jürgen Klopp spottet über neuen Chelsea-Besitzer
Der amerikanische Chelsea-Besitzer Todd Boehly möchte die Premier League mit einer neuen Idee profitabler machen. Jürgen Klopp schmeckt das gar nicht.
Jürgen Klopp ist von den Plänen des neuen Chelsea-Besitzers Todd Boehly, wonach es in England bald ein All-Star-Game geben soll, wenig begeistert. "Er wartet nicht lange. Wenn er einen Termin dafür gefunden hat, kann er mich anrufen", sagte Klopp am Dienstagabend nach dem Champions-League-Sieg seines FC Liverpool gegen Ajax Amsterdam.
Der Amerikaner Boehly hatte am Dienstag vorgeschlagen, dass sich die Premier League mehr an amerikanischen Sportligen orientieren solle, um größere Einnahmen zu generieren. Dabei sollen die besten Spieler der Teams aus dem Norden des Landes gegen die besten Spieler der Teams aus dem Süden des Landes antreten.
"Nicht sicher, ob die Leute das sehen wollen"
Klopp sieht vor allem den ohnehin vollen Terminkalender der englischen Teams als Problem. "Im amerikanischen Sport haben die Spieler vier Monate Pause, also machen sie gerne etwas Sport in dieser Pause. Im Fußball ist das komplett anders", erklärte er und fragte spottend: "Will er auch die Harlem Globetrotters mitbringen?"
Ein Fan-Interesse an einem All-Star-Game sieht der deutsche Coach ebenfalls nicht. "Ich bin mir nicht sicher, ob die Leute das wirklich sehen wollen – United-, Liverpool-, City-, Everton-, Newcastle-Spieler alle zusammen in einem Team, das nicht die Nationalmannschaft ist, sondern einfach ein Nord-Team", so Klopp. "Alle London-Jungs zusammen. Arsenal, Tottenham. Großartig. Hat er das wirklich gesagt? Interessant", präsentierte sich Klopp ungläubig.
- theguardian.com: "Klopp praises Liverpool's bravery but warns beating Ajax only 'the first step'" (englisch)
- skysports.com: "Chelsea owner Todd Boehly calls for Premier League all-star game | Jurgen Klopp stunned by suggestion" (englisch)