Bitterer Absturz von WM-Teilnehmer Bericht: BVB will Stürmer loswerden

Er war WM-Teilnehmer und galt als große deutsche Sturmhoffnung. Doch die vielversprechende Karriere von Youssoufa Moukoko bekam einen großen Knick. Jetzt steht er in Dortmund vor dem Aus.
Noch vor wenigen Jahren galt Youssoufa Moukoko als eines der größten Sturmtalente Europas. Nun steckt der 20-Jährige tiefer denn je in der Krise. Borussia Dortmund verlieh ihn im vergangenen Sommer nach Frankreich zu OGC Nizza – mit der Hoffnung, er könne dort regelmäßig spielen. Doch der Plan ging nicht auf: Nur 199 Minuten Einsatzzeit in der Liga und zwei Tore stehen für den hoch veranlagten Angreifer zu Buche. Sein letzter Kurzeinsatz datiert vom 4. Februar gegen Toulouse.
Dass Nizza die im Leihvertrag verankerte Kaufoption über 15 Millionen Euro ziehen wird, gilt unter diesen Umständen als praktisch ausgeschlossen. Heißt: Im Sommer kehrt er nach Ende der Leihe zum BVB zurück. Doch auch dort gibt es offenbar keine Perspektive mehr. Wie die "Bild" berichtet, soll Moukoko so schnell wie möglich abgegeben werden – auch, um sein üppiges Gehalt in Höhe von 8,5 Millionen Euro pro Jahr einzusparen. Der Angreifer zählt zu den Topverdienern beim BVB, liefert aber seit Monaten keine sportlichen Argumente.
Daher sei ein Verkauf zu einem vergleichsweise geringen Preis denkbar. Bei einem aktuellen Marktwert von rund zehn Millionen Euro – 2022 waren es noch 30 – werde Dortmunds Sportdirektor Sebastian Kehl keine hohen Forderungen stellen, so der Bericht. Der Fokus liege vielmehr auf einer schnellen Trennung.
Der tiefe Fall des einstigen Wunderkindes
In der Jugend sorgte Moukoko für Furore, schoss in 81 Partien 137 Tore für die Nachwuchsteams des BVB. Mit gerade einmal 16 Jahren und einem Tag wurde er beim Auswärtsspiel bei Union Berlin zum jüngsten Bundesliga-Spieler der Geschichte. 2022 fuhr er als jüngster Akteur im deutschen Kader sogar zur WM nach Katar. Doch dann folgte der sportliche Absturz.
Beim BVB konnte er sich nie durchsetzen, der Umweg über Nizza führte auch nicht zum Erfolg. Sogar bei der U21-Nationalmannschaft wurde er zuletzt nicht mehr berücksichtigt. Bundestrainer Antonio Di Salvo erklärte: "Bei Youssoufa war es eine sportliche Entscheidung." Dabei brachte der Stürmer dort immer seine Leistung, erzielte 13 Treffer in 15 Einsätzen.
Nun muss Moukoko einen Neustart wagen, der seine Karriere wieder in Gang bringt. In Dortmund wird er dazu aber trotz Vertrages bis 2026 wohl keine Gelegenheit mehr bekommen.
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