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Zum journalistischen Leitbild von t-online.Tradition seit 1424 Ostermarkt: Das wird auf dem Hauptmarkt geboten

Ostern steht bevor – das merkt man jetzt auch auf dem Hauptmarkt. Was bei dem ältesten Markt der Stadt alle geboten ist.
Am Freitag ist der Ostermarkt in der Innenstadt eröffnet worden. Der Markt besteht schon seit mehr als 600 Jahren. Damit ist er sogar älter als der Christkindlesmarkt. In diesem Jahr sind mehr als 90 Händler dabei.
Der Markt ist im Volksmund auch als "Häferlesmarkt" bekannt. Das geht darauf zurück, dass dort früher vor allem Haushaltsgegenstände verkauft wurden. Die sind auch heute noch Teil des Sortiments. Stefan Dorschner gilt mit seinem Stand mit Küchenutensilien als Urgestein des Marktes.

Der Ostermarkt
Der Markt wurde im Jahr 1424 erstmals urkundlich erwähnt. Er begann wohl damit, dass Leute von außerhalb in die Stadt reisten, um die ausgestellten Reichsinsignien (darunter versteht man beispielsweise eine Krone) zu bestaunen. Findige Händler begannen daraufhin, ihre Waren anzubieten. Auch wenn der Ostermarkt der älteste Markt Nürnbergs ist, ist er nicht der bekannteste. Diesen "Titel" bekommt der Christkindlesmarkt.
Lustige Stofftiere und Keramik
Dorschner selbst ist nach eigenen Angaben seit der Jahrtausendwende dabei. Sein Sortiment beschreibt der Händler so: "An unserem Stand findet man Dinge, die man braucht, und Dinge, wo man noch gar nicht weiß, dass man sie braucht."
Ein kleines Kontrastprogramm finden Besucher ein paar Meter weiter, wo sogenannte Perlsacktiere über den Tresen gehen. Die kleinen Stofftiere haben allesamt ausgefallene Namen und teils ein kurioses Aussehen. So gehören dort eine eierlegende Wollmilchsau und ein Mettigel zum Sortiment.
Keramik, Kunsthandwerk und Dekoartikel werden ebenso auf dem Markt vertrieben. In diesem Jahr sind auch einige neue Stände dazugekommen. Darunter ein Händler, der Lederarmbänder verkauft, eine Frau, die sich auf Schmuck aus Murano-Glas spezialisiert hat, und ein Mann, der Caps aus verschiedenen Stoffen vertreibt.
An manchen Ständen wechseln die Händler
Eine Besonderheit auf dem Markt sind vier sogenannte Pop-up-Stände, an denen die Händler im Laufe der Marktdauer wiederholt wechseln. Ziel sei, etwa Kunsthandwerken die Gelegenheit zu geben, das Format Markt einmal auszuprobieren, sagen die Nürnberger Märkte. An einem dieser Stände ist am ersten Marktwochenende Sabine Sachs zu finden. Sie vertreibt unter anderem Glasuntersetzer mit Nürnberg-Motiven.
Wer hungrig ist, findet rund um den Schönen Brunnen verschiedene Essensstände. Neben Klassikern, wie Drei im Weggla oder eingelegten Heringen, gibt es auch Gulaschsuppe und Süßigkeiten wie Baumstriezel. Der Ostermarkt hat bis zum 21. April täglich zwischen 10 und 19 Uhr geöffnet. Am Karfreitag bleibt er geschlossen.
- Reporter vor Ort