In Lindenthal Blindgänger-Fund? Kliniken bereiten sich auf Notfall vor

In Lindenthal wurden metallische Objekte entdeckt, die aus dem Zweiten Weltkrieg stammen könnten. Sollte es sich um Blindgänger handeln, muss der Bereich evakuiert werden.
Im Vorfeld zur Verlegung einer Stromtrasse haben in Köln-Lindenthal Bodenuntersuchungen stattgefunden. Dabei wurden metallische Gegenstände im Erdreich entdeckt, die möglicherweise aus dem Zweiten Weltkrieg stammen könnten. Um dies zu überprüfen, müssen die "Anomalien" in der Woche vom 7. bis 11. April aufgegraben werden.
Sollten dabei Blindgänger gefunden werden, kann es während dieser Zeit zur Evakuierung kommen. Auch das Evangelische Krankenhaus Weyertal und das Hildegardis-Krankenhaus könnten betroffen sein. Beide Kliniken sind informiert und treffen entsprechende Vorbereitungen, wie etwa die Verschiebung von Operationen und die vorzeitige Entlassung von Patienten oder deren Verlegung in andere Krankenhäuser. Krankentransporte könnten den Verkehr bei einer möglichen Evakuierung erheblich beeinträchtigen. Besucher von Patienten werden gebeten, im Falle eines Fundes auf Besuche zu verzichten.
Vorbereitung auf mögliche Evakuierung
Der genaue Evakuierungsbereich steht derzeit noch nicht fest und wird erst nach Begutachtung durch den Kampfmittelbeseitigungsdienst Rheinland und das Ordnungsamt festgelegt. Die Stadt Köln bittet Anwohner darum, bereits vorab zu planen, wo sie sich im Fall einer Evakuierung aufhalten können, und an die Versorgung ihrer Haustiere zu denken. Außerdem sollten sie einen Ausweis sowie nötige Medikamente griffbereit haben.
Besonders Reisende sollten beachten, dass sie nach Beginn der Klingelrundgänge des Ordnungsdienstes nicht mehr in ihre Wohnungen oder Häuser gelangen können.
Mögliche Evakuierung: Informationskanäle und Anlaufstellen
Falls eine Evakuierung notwendig wird, informiert die Stadt Köln über ihre Social-Media-Kanäle sowie über Presse und Hörfunk. Es wird eine Anlaufstelle für Evakuierte eingerichtet: Die Theodor-Heuss-Realschule an der Euskirchener Straße 50 in Köln-Sülz steht ab 9 Uhr bereit. Haustiere dürfen leider nicht mitgebracht werden.
Personen mit eingeschränkter Mobilität sollen warten, bis der Ordnungsdienst bei ihnen klingelt. Der Transport zur Anlaufstelle oder einem Krankenhaus wird organisiert.
Die Kerpener Straße, Teilbereiche der Bachemer Straße und Universitätsstraße sowie die Zufahrt zum Hildegardis-Krankenhaus werden bei einer Evakuierung von Straßensperrungen und Umleitungen betroffen sein. Einschränkungen für Rad- und Fußverkehr sind auch im Bereich des Aachener Weihers und der Uniwiesen möglich, was möglicherweise bis Ende April/Anfang Mai andauern könnte.
- Pressemitteilung der Stadt Köln vom 4. April 2025 (per E-Mail)