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Was Meinungen von Nachrichten unterscheidet.1. FC Köln Die Fans dürfen rechnen, die Spieler nicht

Wie viele Punkte benötigt der 1. FC Köln noch zum Aufstieg? Diese Frage beschäftigt viele Fans der Geißböcke. Doch die Spieler dürfen da nicht mitmachen.
Fans und Medien rund um den 1. FC Köln rechnen seit dem Sieg beim SC Paderborn: Wie groß sind die Aufstiegschancen? Wie viele Siege und Punkte müssen die Geißböcke in den letzten sieben Spielen noch holen? Immerhin hat der FC vier Punkte Vorsprung auf Rang drei, fünf Zähler sind es bereits auf Rang vier.
Kein Wunder, dass vor dem Heimspiel gegen Hertha BSC die Hoffnungen groß sind, dass der FC gegen die Bilder die nächsten drei Zähler in Richtung Bundesliga holt. Doch diese Rechnerei – im Umfeld ein übliches Geplänkel des Profifußballs – birgt die Gefahr, dass diese Gedankenspiele auch in der Mannschaft ankommen. Doch genau das darf nicht passieren.
FC kann gegen Hertha ein Zeichen setzen
Dies mahnte unter der Woche auch Gerhard Struber an. Der Österreicher hat sich inzwischen einen Namen gemacht als rationaler, fokussierter Cheftrainer, der sich nur selten von Nebenschauplätzen ablenken lässt. Das erwartet der 48-Jährige auch von seinen Spielern, sehr wohl in dem Wissen, dass seine Mannschaft gerade jetzt nicht mehr nachlassen darf.
Die Schlussphase der Saison wird zur großen Prüfung für den FC – für das Trainerteam ebenso wie für die Mannschaft. Gegen Hertha BSC am Samstagabend geht es nicht nur darum, erneut drei Punkte einzufahren. Mit einem Sieg könnte der FC auch das nächste Ausrufezeichen im Kampf um den Aufstieg senden. Eine Woche nach dem 2:1-Sieg in Paderborn nachzulegen, würde auch der versammelten Konkurrenz zeigen: Dieser 1. FC Köln lässt sich die Butter nicht mehr vom Brot nehmen.
Blick auf andere Plätze erlaubt – aber nicht für den FC
Da trifft es sich einerseits gut, dass mit Dominique Heintz, Julian Pauli, Dejan Ljubicic und wohl auch Damion Downs gleich vier wichtige Spieler wieder im Kader stehen werden. So wird es für Struber aber auch zum Vabanquespiel, wie er seine Startelf zusammenstellt. Immerhin ist der Österreicher kein Freund größerer Veränderungen, schon gar nicht nach einem Sieg.
Doch für die Hertha braucht der FC die bestmögliche Elf und keine Notformation wie in Paderborn. Dann ist auch der vierte Sieg in Folge möglich, und mit ihm die berechtigte Hoffnung, sich weiter absetzen zu können. Immerhin spielen auch an diesem Wochenende wieder mehrere Konkurrenten gegeneinander. Dieser Blick auf die anderen Plätze aber ist genau das, was nur das Kölner Umfeld interessieren darf. Der FC selbst muss einzig Hertha BSC im Blick haben.
- Geissblog