Arbeitskampf bei Ford in Köln IG Metall fordert Rekordabfindung von 200.000 Euro

Die US-Mutter lässt Ford in Köln eiskalt fallen. Nun fordert die Gewerkschaft IG Metall ein millionenschweres Sicherheitsnetz und droht mit Arbeitskampf.
Die IG Metall verschärft den Ton im Tarif-Konflikt mit Ford in Köln. Nach Aufhebung der Patronatserklärung durch die US-Konzernmutter fordert die Gewerkschaft einen Sozialtarifvertrag mit einem Sockelbetrag von 200.000 Euro pro Beschäftigtem. Zusätzlich sollen ein Drittel-Jahresgehalt pro Beschäftigungsjahr sowie 10.000 Euro pro Kind gezahlt werden.
Hintergrund ist die Befürchtung einer drohenden Insolvenz in den kommenden Jahren. Die US-Mutter hatte die Garantie für die deutsche Tochter aufgehoben, die bisher Verluste von bis zu neun Milliarden Euro abgesichert hatte. Ford plant in Köln den Abbau von 2.900 der insgesamt 12.000 Stellen.
IG Metall verlangt Zukunftskonzept zur Arbeitsplatzsicherung
Die IG Metall droht mit Warnstreiks, um ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen. "Die ersten Verhandlungstermine für die nächsten drei Wochen wurden bereits vereinbart und wir werden diese auch bald mit Warnstreiks begleiten", erklärt Kerstin Klein, Verhandlungsführerin der IG Metall Köln-Leverkusen.
"Wir wollen für ein solides Zukunftskonzept zur Sicherung möglichst vieler Arbeitsplätze kämpfen", sagt IG-Metall-Sprecher David Lüdtke. Die Gewerkschaft verlangt ein Sicherheitsnetz für alle Beschäftigten – auch für diejenigen, die bleiben oder deren Tätigkeitsbereiche ausgelagert werden. Nach Angaben von Betriebsratschef Benjamin Gruschka steht die Belegschaft "geschlossen" hinter den Forderungen.
- Kölner Stadt-Anzeiger, E-Paper vom 27. März 2025
- Kölneische Rundschau, E-Paper vom 27. März 2025
- Express, E-Paper vom 27. März 2025
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