Mehrere Tausend Pillen Die gefährliche Ecstasy-Pille kursiert auch in NRW
Wie gefährlich die Einnahme von Ecstasy sein kann, zeigte sich am Montag als eine 13-Jährige vermutlich an einer Pille starb – den "Blue Punisher". Auch in NRW sollen diese Pillen im Umlauf sein.
Mehrere Tausend "Blue Punisher"-Ecstasy-Tabletten sind seit 2021 in Nordrhein-Westfalen sichergestellt und dem Landeskriminalamt (LKA) übergeben worden, wie das LKA in Düsseldorf mitteilte. Das Gefährliche an der Tablette ist: Ihr MDMA-Gehalt variiert stark, wie das technische Institut des LKA ergaben. Wie gefährlich "Blue Punisher" sind, zeigte sich in Mecklenburg-Vorpommern. Dort starb ein 13-jähriges Mädchen im Krankenhaus, vermutlich nach der Einnahme der Pille.
Bei Ecstasy handelt es sich um ein synthetisches Betäubungsmittel, dessen Hauptwirkstoff MDMA ist. Die Ecstasy-Tablette "Blue Punisher" ähnelt in Form und Prägung einem Diamanten, deren Logo an den Marvel-Charakter "The Punisher" ("Der Bestrafer") angelehnt ist. Erwerb, Besitz und Handel sind strafbar.
Wie das LKA mitteilte, habe es in den letzten Jahren einen allgemeinen Trend zu Ecstasy-Tabletten mit sowohl sehr hohen Gewichten als auch hohen Gehalten an MDMA gegeben. Dies gelte nicht nur für die Pillen mit der "Punisher"-Prägung, sondern generell für Ecstasy-Pillen.
2021 NRW seien laut LKA insgesamt 4246 mit diesem Prägemotiv sichergestellt worden - 2022 waren nur noch 2761 Pillen. In diesem Jahr konnten neun Tabletten konfisziert werden. In dieser Zeit konnten bei Untersuchungen MDMA-Gehalte von 256 bis 524 Milligramm festgestellt werden.
- Nachrichtenagentur dpa