Niedersachsen Abi-Panne: "Ärgerlicher" Fehler bei Erdkunde-Prüfung

Abi-Panne in Niedersachsen: Bei den Fragen der schriftlichen Erdkunde-Prüfung schleicht sich ein Fehler ein. Ein Nachteil für die Abiturienten soll das aber nicht sein.
In den niedersächsischen Erdkunde-Abiturprüfungen ist ein Fehler aufgetreten – dennoch müssen die betroffenen Schülerinnen und Schüler die Prüfung nicht wiederholen. Das teilte das Kultusministerium in Hannover mit.
Bei einer Aufgabe zur Energiestrategie der Republik Senegal waren den Prüflingen fehlerhafte statistische Daten vorgelegt worden. Konkret wurden in den Unterlagen die Warenexporte und -Importe des afrikanischen Landes vertauscht.
Nach Einschätzung des Ministeriums habe die Prüfungsaufgabe jedoch auch mit den fehlerhaften Daten "sinnvoll bearbeitet" werden können. Eine Wiederholung der Prüfung sei daher nicht notwendig. Zuvor hatte der NDR über die Panne berichtet.
Ministerium: Folgefehler sollen nicht negativ bewertet werden
Der Fehler sei dem Ministerium im Verlauf der Prüfung am Montagvormittag mitgeteilt und sofort mit der zuständigen Fachkommission Erdkunde im Kultusministerium bewertet worden. Aus Sicht des Ministeriums führe das fehlerhafte Datenmaterial nicht dazu, dass die Gesamt- oder Teilaufgaben nicht gelöst werden könnten, hieß es. Ausführungen der Prüflinge, die sich auf die fehlerhafte Statistik beziehen, sollen nicht negativ bewertet werden, entschied das Ministerium.
Betroffen war die Prüfung auf erhöhtem Anforderungsniveau. Wie viele Abiturienten von dem Fehler betroffen seien, konnte das Ministerium zunächst nicht beziffern. Die Anzahl stehe erst im Sommer fest.
- Abi-Panne im Vorjahr: Einbrecher klauen Prüfungsaufgaben im Fach Politik
Abi in Niedersachsen: Qualitätskontrollen sollen verbessert werden
Ausgehend von den Prüfungen in den vergangenen Jahren könnten rund 5.000 Schülerinnen und Schüler eine schriftliche Abiturprüfung auf erhöhtem Anspruchsniveau absolviert haben. Wie viele von ihnen die fehlerhafte Prüfungsaufgabe gewählt haben, sei nicht bekannt. Es stehen immer zwei Aufgaben zur Wahl.
Der Fehler sei ärgerlich, aber trotz bewährter mehrstufiger Qualitätskontrollen könnten Pannen passieren, hieß es. Der Fall werde aber zum Anlass genommen, die Qualitätskontrollen weiter zu verbessern.
- Mit Material der Nachrichtenagentur dpa
- Dieser Text wurde teilweise mit maschineller Unterstützung erstellt und redaktionell geprüft. Wir freuen uns über Hinweise an t-online@stroeer.de.