Polizei nimmt Gewalttat an 70-Jährige getötet – Lebensgefährtin unter Verdacht
Die Polizei hat in einer Wohnung zwei leblose Frauen gefunden. Eine war tot, die andere kam auf die Intensivstation. Die Ermittler nehmen an, dass sie ihre Lebensgefährtin getötet hat und sich danach selbst das Leben nehmen wollte.
Polizei und Staatsanwaltschaft Mönchengladbach ermitteln wegen eines mutmaßlichen Tötungsdeliktes. Eine 70-jährige Frau soll ihre ebenfalls 70-jährige Lebensgefährtin umgebracht haben.
Mehrere Personen aus dem Freundes- und Verwandtenkreis hätten sich zuvor Sorgen gemacht, nachdem zumindest eine der Frauen nicht zu einer Verabredung erschienen war, sagte eine Polizeisprecherin t-online am Sonntag. Ein Anrufer habe daraufhin die Beamten alarmiert.
Polizei: 70-Jährige starb mutmaßlich durch Gewalteinwirkung
Die Polizisten fanden die beiden 70-Jährigen am Samstagabend gegen 21.20 Uhr in der gemeinsamen Wohnung der Frauen im Stadtteil Odenkirchen. Beide lagen leblos da.
Ein Notarzt konnte nur noch den Tod einer der Frauen feststellen. Dieser trat laut einer gemeinsamen Mitteilung von Polizei und Staatsanwaltschaft mutmaßlich durch Gewalteinwirkung ein. Die Polizei geht von einem Tötungsdelikt aus.
Ermittler schweigen bislang zu Details
Die andere Frau war bewusstlos und wurde in ein Krankenhaus gebracht. Dort werde sie aktuell intensivmedizinisch betreut, heißt es in der Mitteilung. Sie sei aber außer Lebensgefahr.
Laut Ermittlungsstand besteht der Verdacht, dass die bewusstlose Frau zunächst ihre Lebensgefährtin getötet habe und danach versuchte, sich selbst das Leben zu nehmen. "Sie scheint etwas zu sich genommen zu haben", sagte die Polizeisprecherin. Möglicherweise Medikamente.
Zu Fragen, auf welche Weise die Verdächtige ihre Lebensgefährtin getötet haben könnte, will sich die Polizei derzeit nicht äußern. Eine Mordkommission wurde eingerichtet.
- Telefonat mit einer Polizeisprecherin
- Polizei Mönchengladbach: "Polizei findet eine leblose und eine bewusstlose Frau in Wohnung – Mordkommission ermittelt"
- Mit Material der Nachrichtenagentur dpa