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Rüstungsmesse in Düsseldorf: Messe-Aufsichtsrat soll im Mai entscheiden


OB Keller dafür, Linke empört
Aufsichtsrat soll über Rüstungsmesse abstimmen


03.04.2025 - 15:41 UhrLesedauer: 2 Min.
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Rheinmetall-Messestand auf der Eurosatory 2024: Die Messe Düsseldorf plant eine ähnliche Veranstaltung. (Quelle: IMAGO/Chris Emil Janssen/imago)
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Die Messe Düsseldorf erwägt die Ausrichtung einer internationalen Rüstungsmesse. Der Aufsichtsrat soll schon bald über die Pläne entscheiden. OB Keller unterstützt das Vorhaben, die Linksfraktion geht auf die Barrikaden.

Die Messe Düsseldorf plant, eine Rüstungsmesse zu veranstalten. Im Mai soll der Aufsichtsrat über die Durchführung einer Veranstaltung für Wehrtechnik entscheiden. Das hat der Vorsitzende der Geschäftsführung der Messe Düsseldorf, Wolfram Diener, bekannt gegeben, wie das lokale Online-Portal "Viernull" berichtet. Die Messe GmbH bestätigte das Vorhaben unserer Redaktion. "Eine solche Messe wäre zur Stärkung des Messe- und Wirtschaftsstandorts Düsseldorfs wünschenswert", teilte Messechef Diener t-online am Donnerstag (3. April) mit.

Aktuell konzentriert sich die Initiative der Messe Düsseldorf zum Thema Verteidigung allein auf die bestehende Fachmesse Xponential Europe für unbemannte Systeme und Robotik. Die Messe plane nun Xponential Europe um die Sparte der Verteidigungstechnik zu erweitern.

"Sollte sich der Aufsichtsrat gegen eine Erweiterung der Xponential Europe um das Thema Verteidigung aussprechen, wird die Geschäftsführung der Messe Düsseldorf dieser Entscheidung folgen", teilte Diener weiter mit. Konkrete Pläne oder Konzepte lägen hierzu aktuell nicht vor. Es gebe jedoch eine rege Nachfrage von ausstellenden Unternehmen, die Messe für Wehrtechnik zu öffnen.

Mehrheit im Aufsichtsrat befürwortet offenbar Rüstungsmesse

Oberbürgermeister Stephan Keller ist Chef des Messe-Aufsichtsrates. Medienberichten zufolge hat er sich auch für das Konzept der Rüstungsmesse ausgesprochen. Generell zeichnet sich im gesamten Gremium eine Mehrheit für eine Zustimmung ab, wie die "Rheinische Post" berichtet. Mehr als die Hälfte der 21 Mitglieder plädiert demnach für eine Zustimmung. Unter anderem sprechen sich die Vertreter der CDU im Aufsichtsrat für eine Rüstungsmesse aus. Beide Vertreterinnen der SPD lehnen diese dagegen ab.

Die Linke, die keinen Platz im Gremium hat, will die Pläne nun per Ratsabstimmung stoppen und hat für die Sitzung am 10. April einen entsprechenden Antrag gestellt.

 
 
 
 
 
 
 

Linke-Fraktionssprecherin Anja Vorspel sagte, Düsseldorf als Drehscheibe für den internationalen Handel mit Kriegswaffen sei ein Tabubruch der Messegesellschaft. Neben dem Antrag zur Ablehnung der Messe beantragt die Linke, dass die Stadt und ihre Beteiligungsgesellschaften sich grundsätzlich nicht an der Bewerbung und Vermarktung von Kriegswaffen beteiligen sollen. Militär und Zivilgesellschaft sollten klar getrennt werden, mahnt die Fraktion.

Als Vorreiter gilt die Messe Hannover

Vorreiter des Planens einer Rüstungsmesse ist die Messe Hannover. Diese kündigte im Dezember vergangenen Jahres an, ab Januar 2027 eine neue internationale Verteidigungsmesse ausrichten zu wollen. Alle zwei Jahre sollen dort aktuelle militärische Ausrüstung, Technologien und Materialien präsentiert werden.

Boris Pistorius (SPD), in der Ampelkoalition Bundesverteidigungsminister, hatte sich hier für die Rüstungsmesse ausgesprochen. Seiner Auffassung nach erfordere die Zeitenwende eine strategische Neuausrichtung deutscher Verteidigungspolitik sowie gezielte Förderung technologischer und industrieller Kompetenz.

Verwendete Quellen
  • Antrag der Ratsfraktion "Die Linke" Düsseldorf zur Sitzung des Rates am 10.04.2025 (per Mail)
  • Anfrage an Pressestelle der Messe Düsseldorf GmbH

Quellen anzeigenSymbolbild nach unten

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