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Frühgeburten: Aachener Forscher entdecken "Schalter" für frühzeitige Wehen


Ursache für Schwangerschaftskomplikationen
Forscher entdecken "Schalter" für frühzeitige Wehen

Von t-online, kk

27.03.2025Lesedauer: 1 Min.
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Ein zu früh geborenes Baby (Symbolbild): Durch Beeinflussung eines Ionenkanals könnte man vorzeitige Wehen und Frühgeburten vermeiden, haben Forscher der RWTH herausgefunden. (Quelle: Matthias Graben)
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Ein Forschungsteam aus Aachen und St. Louis hat entdeckt, wie Hormone den Start der Geburt regulieren. Die Erkenntnisse könnten Therapien gegen Frühgeburten verändern.

Forschende der RWTH Aachen haben gemeinsam mit einem Team aus St. Louis herausgefunden, wie der Körper entscheidet, ob eine Geburt zu früh oder zur rechten Zeit beginnt. Wie die RWTH Aachen mitteilt, könnte die Entdeckung eines bestimmten Kaliumkanals neue Möglichkeiten zur Behandlung von Schwangerschaftskomplikationen schaffen.

Im Fokus steht der Ionenkanal "Kir7.1". Er reagiert auf die Hormone Progesteron und Östradiol, die eine zentrale Rolle im Verlauf der Schwangerschaft spielen. Progesteron aktiviert "Kir7.1" und hält die Gebärmutter ruhig. Kurz vor der Geburt steigt der Östradiolspiegel. Dieses Hormon blockiert den Kanal und löst Wehen aus.

Vorzeitige Wehen könnten verhindert werden

Die Ergebnisse der gemeinsamen Studie der RWTH Aachen und der Washington University in St. Louis wurden in der Fachzeitschrift "Science Advances" veröffentlicht. Demnach könnte die gezielte Beeinflussung von "Kir7.1" dabei helfen, vorzeitige Wehen zu verhindern und Frühgeburten zu vermeiden.

Darüber hinaus fanden die Forschenden den Kaliumkanal auch in der Plazenta. Dort regelt er offenbar die Durchblutung des Kindes. Das könnte neue Erkenntnisse über Erkrankungen wie Präeklampsie liefern, eine potenziell lebensgefährliche Komplikation für Mutter und Kind.

Auch gängige Medikamente beeinflussen "Kir7.1." Die Forscher konnten zeigen, dass synthetische Hormone wie 17-OHPC und Dydrogesteron den Kanal aktivieren und so die Gebärmutter entspannen. Mifepriston, ein Wirkstoff für Schwangerschaftsabbrüche, blockiert "Kir7.1" dagegen gezielt.

Verwendete Quellen
  • Pressemittelung der RWTH Aachen vom 26. März 2025 (per E-Mail)
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