Abgebrochener ISS-Flug Fehler beim Zusammenbau führte zu Sojus-Absturz

Drei Wochen nach dem Fehlstart der Sojus-Kapsel wollen russische Ermittler die Ursache für den Unfall gefunden haben. Der Fehler soll beim Zusammenbau passiert sein.
Ein Defekt an einem Sensorstift ist russischen Ermittlern zufolge verantwortlich für den Fehlstart der bemannten Sojus-Rakete vor drei Wochen. Der Stift sei beim Zusammenbau des Sensors im kasachischen Weltraumbahnhof Baikonur verformt worden, teilte ein Vertreter der nach dem Fehlstart gebildeten Untersuchungskommission, Oleg Skorobatow, mit. An zwei bereits montierten Sojus-Raketen werde nun überprüft, ob bei ihnen der gleiche Fehler passiert sei.
Die Trägerrakete vom Typ Sojus-FG hatte sich am 11. Oktober zwei Minuten nach dem Start vom Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan in ihre Einzelteile zerlegt. Der russische Raumfahrer Sergej Owtschinin und sein US-Kollege Nick Hague konnten sich unverletzt retten.
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Das technische Problem war aufgetreten, als sich die ausgebrannte erste Raketenstufe von der zweiten abtrennen sollte. Dabei habe ein Sensor versagt, sagten Roskosmos-Vertreter vorab in Moskau.
- Nachrichtenagentur AFP, dpa