Newsblog zur US-Politik Trump-Zölle: Top-Ökonomin sagt "Inflationsschock" voraus
Trumps neue Zölle lassen weltweit die Aktienmärkte einbrechen. Auch die US-Bevölkerung könnte von den Abgaben hart getroffen werden. Alle Entwicklungen im Newsblog.
Inhaltsverzeichnis
Notenbank-Chef: Zölle werden Inflation erhöhen
Das gewaltige Zollpaket von US-Präsident Trump könnte nach Ansicht des Zentralbankchefs die US-Wirtschaft ausbremsen. Auch die Verbraucherpreise könnten stärker ansteigen, warnt Powell. Mehr dazu lesen Sie hier.
Atomabkommen: Trump für "direkte Verhandlungen" mit Iran
Noch am vergangenen Wochenende hatte der US-Präsident mit Bombardierungen gedroht. Jetzt spricht er sich für Verhandlungen aus. Mehr dazu lesen Sie hier.
Tesla-Aktie fällt weiter
Nach Chinas Gegenschlag gegen US-Zölle taumeln die amerikanischen Börsen. Besonders die Tesla-Aktie fällt rasant. Mehr dazu lesen Sie hier.
"Sehr talentierter Mann": Trump stellt mögliche neue Rolle für Musk in Aussicht
Wie lange berät Elon Musk noch Donald Trump? Der US-Präsident möchte offenbar nicht auf ihn verzichten – möglicherweise könnte sich aber seine Rolle ändern. Mehr dazu lesen Sie hier.
Nato-Partner: Trump verliert Geduld mit Putin
Ist es eine Frage von Wochen, bis es neue Entwicklungen bei den Bemühungen für eine Waffenruhe im Ukraine-Krieg geben könnte? Dieser Eindruck wird bei einem Nato-Treffen in Brüssel vermittelt. Mehr dazu lesen Sie hier.
Trumps Zölle: "Das könnte Deutschland rund 150.000 Jobs kosten"
Trumps neue Zölle auf europäische Waren versetzen der deutschen Wirtschaft einen bedeutenden Schlag. Eine Expertin ordnet die Folgen nun ein. Das komplette Interview lesen Sie hier.
Dieses Szenario droht nach den Trump-Zöllen in den USA
Durch die restriktive Zollpolitik Donald Trumps droht den USA ein seltener wirtschaftlicher Zustand. Experten befürchten ernsthafte Stagflationsrisiken. Was es damit auf sich hat, lesen Sie hier.
Historiker zu US-Beziehungen: "Deutschland stößt bei Trump auf Verachtung"
Mit Donald Trump als US-Präsident verschlechtern sich die transatlantischen Beziehungen in rasanter Geschwindigkeit. Der Historiker Manfred Berg sieht Europa vor der größten Herausforderung seit dem Zweiten Weltkrieg. Das komplette Interview lesen Sie hier.
Top-Ökonomin sagt "Inflationsschock" für die USA voraus
Die Wirtschaftsweise Ulrike Malmendier geht davon aus, dass den USA wegen der neuen Zölle ein "Inflationsschock" bevorsteht – der Trump auch innenpolitisch unter Druck setzen wird. Die US-Amerikaner seien nicht bereit, auf Wohlstand zu verzichten, sagte die Ökonomin von der University of California Berkeley, die auch die Bundesregierung berät, im Deutschlandfunk.
Sie erklärte weiter: "Wenn ich es nicht mehr schaffe, das Essen für meine Familie auf den Tisch zu bringen, wenn ich mir Sorgen mache bei meinen täglichen Ausgaben, betrifft mich das unmittelbar."
Mit Blick auf die EU sagte Malmendier, sie hoffe, dass es Verhandlungen gebe statt Eskalation. Grundsätzlich müsse man jedoch davon ausgehen, dass Trump von seiner Idee, die amerikanische Industrie zu beschützen, nicht abgehen werde. Die Europäer müssten jetzt ihren Binnenmarkt stark machen und noch bestehende Hemmnisse in der EU abbauen. Nötig sei auch eine Kapitalmarktunion.
Medien: Direktor der Nationalen US-Sicherheitsbehörde NSA entlassen
Die "Washington Post" berichtet unter Berufung auf Regierungskreise von der Entlassung des Direktors der Nationalen Sicherheitsbehörde NSA in den USA. Neben Timothy Haugh, der auch Leiter des US Cyber Command ist, musste der Zeitung zufolge offenbar auch seine Stellvertreterin bei der NSA, Wendy Noble, ihren Posten räumen. Noble wurde auf eine Stelle im Büro des Unterstaatssekretärs für Nachrichtendienste im Pentagon versetzt, so die Post. Die NSA ist Teil des US-Verteidigungsministeriums. Der stellvertretende Leiter des US-Cyberkommandos, William Hartmann, wurde zum amtierenden NSA-Direktor ernannt, und Sheila Thomas, die Geschäftsführerin der NSA, zu seiner Stellvertreterin, schrieb die Zeitung weiter. Das Pentagon und das Weiße Haus reagierten nicht sofort auf Bitten um eine Stellungnahme. Hier lesen Sie mehr.
Trump wertschätzt Empfehlungen von ultrarechter Aktivistin
US-Präsident Donald Trump schätzt nach eigener Aussage den Rat einer ultrarechten Aktivistin. "Laura Loomer ist eine sehr gute Patriotin", sagte der Republikaner auf dem Weg nach Florida vor Journalisten. "Sie ist eine sehr starke Persönlichkeit." Loomer mache "Empfehlungen für Dinge und Leute" und sei "für gewöhnlich sehr konstruktiv". Medienberichte, wonach sie ihn dazu gebracht haben soll, mehrere Mitglieder des Nationalen Sicherheitsrats zu entlassen, wies Trump jedoch zurück.
19 Bundesstaaten klagen gegen Trumps Pläne für US-Wahlen
Mehrere US-Bundesstaaten gehen juristisch gegen die angestrebte Verschärfung der Wahlregeln durch den Präsident Donald Trump vor. In der Klage der Generalstaatsanwälte aus 19 vorwiegend demokratisch regierten Bundesstaaten – darunter Kalifornien und New York – heißt es, die US-Verfassung sei in dieser Frage eindeutig: Die Verantwortung für die Durchführung von Wahlen liege in erster Linie bei den Bundesstaaten.
In der Klageschrift wird Trumps jüngstes Dekret zum Wahlrecht als "beispiellose Machtausweitung" der Exekutive kritisiert. Es sei "verfassungswidrig, undemokratisch und unamerikanisch", untergrabe die Gewaltenteilung und schade den Bemühungen der Bundesstaaten, das Wahlrecht ihrer Bürgerinnen und Bürger zu schützen.
Trump hatte Anfang vergangener Woche eine weitreichende Anordnung unterzeichnet. Darin beauftragte er mehrere Bundesbehörden, Schritte einzuleiten, um strengere Wahlvorgaben durchzusetzen – notfalls mit finanziellem Druck. Die Anordnung sieht unter anderem verschärfte Pflichten zum Nachweis der US-Staatsbürgerschaft vor sowie härtere Maßnahmen gegen mutmaßlichen Wahlbetrug und Einschränkungen zur Stimmabgabe per Briefwahl.
- Material der Nachrichtenagenturen dpa, Reuters und AFP