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USA: Kaliforniens Gouverneur Newsom fordert Ausnahme von Trumps Zollhammer


"Verlässlicher Partner bleiben"
US-Staat stellt sich gegen Trump – und fordert Ausnahme bei Zöllen

Von t-online, jse

04.04.2025 - 20:20 UhrLesedauer: 2 Min.
Gavin Newsom (l) und Donald Trump: Der Gouverneur Kaliforniens ist nicht einverstanden mit Trumps Zollpolitik.Vergrößern des Bildes
Gavin Newsom (l) und Donald Trump: Der Gouverneur Kaliforniens ist nicht einverstanden mit Trumps Zollpolitik. (Quelle: Mark Schiefelbein)
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Kalifornien widersetzt sich Trumps Strafzöllen und strebt eigene Handelsbeziehungen an. Der Gouverneur wirbt um internationale Unterstützung.

Kalifornien hat sich gegen die von US-Präsident Donald Trump angekündigten Strafzölle gestellt und fordert Ausnahmen für Produkte aus dem Bundesstaat. Gouverneur Gavin Newsom kündigte an, Kalifornien werde verstärkt internationale Handelsbeziehungen suchen, um die Folgen der von Trump ausgerufenen "Liberation Day"-Zölle abzufedern. Er rief explizit dazu auf, kalifornische Waren von möglichen Gegenzöllen anderer Länder auszunehmen.

In einer offiziellen Mitteilung bezeichnete Newsom Kalifornien als "dominierende Fertigungsregion" der USA und erklärte: "Kalifornien ist nicht Washington D.C." Die Trump-Zölle seien ein direkter Angriff auf Kaliforniens Wirtschaft, insbesondere auf Produzenten, Landwirte und kleine Exportunternehmen. Besonders hart träfen mögliche Gegenzölle unter anderem die kalifornische Mandelindustrie, die rund 80 Prozent der weltweiten Produktion stellt.

Newsom warnt vor wirtschaftlichem Schaden

Die neuen US-Zölle, die pauschal bei zehn Prozent liegen und in einzelnen Fällen deutlich höher ausfallen, sollen laut Trump der wirtschaftlichen Unabhängigkeit Amerikas dienen. Doch Newsoms Regierung befürchtet gravierende Auswirkungen auf Lieferketten, Arbeitsplätze und die Versorgung mit wichtigen Baumaterialien – etwa für den Wiederaufbau nach den Waldbränden in Los Angeles. So sei etwa Holz aus Kanada von stark steigenden Importabgaben betroffen.

Der demokratische Gouverneur kündigte an, seine Verwaltung werde aktiv nach strategischen Handelspartnerschaften suchen, um die wirtschaftliche Resilienz des Bundesstaats zu sichern. Diese Initiativen sollen auch die internationale Position Kaliforniens festigen, das mit einem Bruttoinlandsprodukt von 3,9 Billionen Dollar als fünftgrößte Volkswirtschaft der Welt gilt. Kalifornien ist der größte Importeur und zweitgrößte Exporteur unter den US-Bundesstaaten.

Kalifornien wirbt um Vertrauen

Newsom erklärte, dass Kalifornien trotz der Handelsstrategie aus Washington ein "verlässlicher und stabiler Partner" bleiben werde. Man wolle weiterhin auf gegenseitigen Respekt und wirtschaftliche Zusammenarbeit setzen.

Aus dem Weißen Haus kam umgehend Kritik. Ein Sprecher erklärte, Newsom wolle von kalifornischen Problemen wie Obdachlosigkeit, Kriminalität und hohen Lebenshaltungskosten ablenken. Zudem liege die Zuständigkeit für internationale Handelsabkommen beim US-Kongress und nicht bei den Bundesstaaten.

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