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Israelische Geiseln: Weitere Leichen nach Hamas-Attacke geborgen


Angehörige wütend
Fünf Leichen von Geiseln geborgen

Von dpa
Aktualisiert am 25.07.2024Lesedauer: 2 Min.
Israelische Soldaten an einem der Orte, die die Hamas attackierte. Am Mittwoch sollen zwei weitere Leichen von Geiseln geborgen worden sein.Vergrößern des BildesIsraelische Soldatinnen an einem der Orte, die die Hamas attackierte (Archivbild). Am Mittwoch sollen fünf weitere Leichen von Geiseln geborgen worden sein. (Quelle: IMAGO/Matteo Placucci/imago)

Fünf beim Hamas-Massaker am 7. Oktober verschleppte Leichen sind wohl gefunden worden. Angehörige protestieren gegen die Netanjahu-Regierung.

Israelische Streitkräfte haben nach offiziellen Angaben die Leichen von fünf in den Gazastreifen verschleppten Geiseln geborgen. Die Leichname Maja Gorens sowie der Soldaten Ravid Arjeh Katz, Oren Goldin, Tomer Ahimas und Kiril Brodski seien nach Israel zurückgebracht worden, teilte die Armee am Donnerstag mit. Ihre Leichen waren demnach bei einem Einsatz am Mittwoch in Chan Junis gefunden worden. Zuvor war nur von mindestens zwei Leichen die Rede gewesen.

Die 56-jährige Goren stammte aus dem Kibbuz Nir Oz am Rande des abgeriegelten Küstenstreifens. Sie sei bei dem Massaker der islamistischen Terrororganisation Hamas am 7. Oktober vergangenen Jahres getötet und ihre Leiche verschleppt worden, hieß es von einem Militärsprecher. Die Mutter von vier Kindern solle neben ihrem Mann beigesetzt werden, der damals ebenfalls ermordet worden war.

Bisher konnten sieben Geiseln lebend von der Armee aus dem Gazastreifen gerettet worden. Überdies wurden mehrere Leichen geborgen. Weniger als 120 Geiseln verbleiben damit in der Gewalt der Hamas, es wird befürchtet, dass viele bereits tot sind. Auch Leichen dienen der Hamas dazu, in einem möglichen Abkommen mit Israel Häftlinge freizupressen.

Angehörige wütend über Verschiebung von Verhandlungen

Angehörige der im Gazastreifen festgehaltenen Geiseln sind empört über die Verschiebung der indirekten Verhandlungen über die Freilassung der Entführten. Statt in seiner Rede vor dem US-Kongress zu verkünden, dass er das auf dem Tisch liegende Abkommen akzeptiere, "verhindert (Israels Regierungschef Benjamin) Netanjahu aus persönlichen Gründen, dass das Abkommen zustande kommt", kritisierte die Mutter einer Geisel laut der "Times of Israel". Netanjahu hatte in der Rede Kritik am Vorgehen im Gazastreifen zurückgewiesen.

Entgegen den Hoffnungen von Angehörigen der 120 noch in dem abgeriegelten Küstenstreifen verbliebenen Geiseln verkündete Netanjahu keine Vereinbarung über eine Waffenruhe im Gegenzug für die Freilassung der Entführten. Die für heute angekündigte Reise einer israelischen Delegation nach Katar zu den indirekten Verhandlungen mit der islamistischen Hamas verschiebt sich außerdem weiter. Sie werde erst kommende Woche erwartet, bestätigte eine israelische Repräsentantin. Das genaue Datum sei noch unklar.

Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur dpa
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