Das kostet der #5 Smart bringt ein XL-SUV nach Deutschland
Smart setzt auf Wachstum und bringt mit dem #5 sein bisher größtes Modell. Der Elektro-Crossover tritt mit rund 600 Kilometern Reichweite an.
Smart will wachsen. Und tut es: Mit dem #5 kommt das bislang größte Modell der ehemaligen Kleinstwagenmarke auf die Straße. Der Elektro-Crossover misst 4,70 Meter, ist also fast doppelt so lang wie der ursprüngliche Smart. Er wartet mit rund 600 Kilometern Reichweite auf und meistert dank Allradantrieb und Offroad-Zubehör im Notfall sogar leichtes Gelände.
Nachdem die gemeinsame Tochter von Mercedes und dem chinesischen Hersteller Geely mit seinen zwei Crossover-Modellen #1 und #3 zunächst das Kleinstwagen-Erbe abgestreift hat, verlässt sie nun auch ihr angestammtes urbanes Biotop. Das dritte neuzeitliche Modell der Marke ist ein Familien-Crossover für Alltag und Reise in der Liga von Mercedes B-Klasse, Skoda Enyaq und Tesla Model Y.
Die kantige Karosserie soll im Zusammenspiel mit einem großen Radstand üppige Platzverhältnisse im Innenraum schaffen – und die zumindest optional erhältlichen Offroad-Anbauteile und Zubehör wie Karosserie-Seitentaschen und Dachträger für einen Schuss Abenteuerflair.
Smart unterstreicht Premium-Anspruch
Innen hingegen geht es eher elegant-modern als rustikal zu. Prägendes Element ist eine breite Horizontal-Bildschirmeinheit, die sich von der Mittelkonsole bis fast zur Beifahrertür zieht. Vielfach verstellbare Ledersitze, Eichenholz-Zierteile und eine Ambientebeleuchtung mit 256 Farben sollen den Premium-Anspruch der Marke unterstreichen, die sich selbst als etwas bezahlbarere Ergänzung zu den zunehmend in Luxusregionen entschwindenden Mercedes-Modellen sieht, die im Autohaus direkt nebenan stehen. Smart stellt daher auch praktische Vorzüge wie die guten Platzverhältnisse für die fünf Insassen und bis zu 1.530 Liter Kofferraumvolumen besonders heraus.
Die Marke expandiert
Beim Antrieb haben die Kunden laut Smart die Wahl zwischen einer Version mit Heckmotor und 250 kW/340 PS oder 267 kW/363 PS sowie einem Allradler mit zwei E-Maschinen und 432 kW/588 PS. Damit sind Geschwindigkeiten von bis zu 200 km/h möglich. Auch bei den Akkus macht Smart Unterschiede.
Das Basismodell fährt mit einer 76-kWh-Batterie 465 Normkilometer weit und lädt mit bestenfalls 150 kW. In den stärkeren Varianten kommt eine 100-kWh-Batterie zum Einsatz, die eine Reichweite von bis zu 590 Kilometern ermöglicht und mit bestenfalls 400 kW lädt. Außerdem ist bereits jetzt auch wieder von einer sportlichen Brabus-Version die Rede. Wie diese sich genau von den anderen Modellen unterscheiden soll, ist noch nicht klar.
Der #5 kommt aus China nach Europa
Der #5 kann zu Preisen ab 45.900 Euro von April an bestellt werden. Damit liegt er rund zehn Prozent über dem kleineren SUV #1, mit dem vor drei Jahren die Neuausrichtung der Marke begonnen hat.
Der #5 wird nicht das letzte neue Modell seit dem Einstieg von Geely sein. Die Marke will und soll wachsen und den Nischendimensionen entkommen, in denen sie zu Zeiten der Kleinstwagen Fortwo und Forfour gefangen war. Bisher gelang das zumindest im ursprünglichen Heimatmarkt nur bedingt: Im Februar 2019 hatte Smart in Deutschland noch 3.705 Autos zugelassen bekommen. Im Februar 2025 waren es 281.
Langfristig könnten auch kleinere Modelle zurückkommen, denkt Smart doch zumindest halblaut über die Neuauflage eines E-Kleinstwagens nach. Sollte der Fortwo-Nachfolger kommen, dürfte ein neuer Forfour auf dem Fuße folgen.
- Mit Material der Nachrichtenagenturen dpa und SP-X