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Gibt es für Buchsbaumzünsler eine Meldepflicht?


Gefräßiger Schädling
Gibt es für Buchsbaumzünsler eine Meldepflicht?

t-online, br

Aktualisiert am 07.03.2022Lesedauer: 2 Min.
Schädling: Von März bis Oktober sollten Sie Buchsbäume regelmäßig auf diese Raupe untersuchen.Vergrößern des BildesSchädling: Von März bis Oktober sollten Sie Buchsbäume regelmäßig auf diese Raupe untersuchen. (Quelle: localpic/imago-images-bilder)

Wer Buchsbäume im Garten hat, fürchtet die grün-schwarze, giftige Raupe, die ganze Bäume vernichten kann. Wie Sie den Buchsbaumzünsler bekämpfen und ob Sie einen Befall melden müssen, lesen Sie hier

Der dichtblättrige Buchs lässt sich gut in Form schneiden und ist bei Gartenbesitzern sehr beliebt. Die Pflanze wird jedoch durch mehrere Schädlinge bedroht, darunter der ursprünglich aus Ostasien stammenden Kleinschmetterling Cydalima perspectali, hierzulande als Buchsbaumzünsler bekannt, beziehungsweise dessen Raupe. Seit 2006 breitet sich die invasive Art in Mitteleuropa immer weiter aus und lässt nicht selten einen sattgrünen Buchsbaum als trauriges, braunes Skelett zurück.

Ist der Buchsbaumzünsler giftig?

Von Natur aus sind die Raupen nicht giftig, doch da sie sich von dem giftigen Buchs ernähren, speichern sie selbst das Gift. Wer die Tiere berührt, sollte vorsichtshalber lieber Gartenhandschuhe tragen, da es sonst zu einem leichten Ausschlag kommen kann. Auf keinen Fall dürfen die Raupen gegessen werden – kleine Kinder also nicht mit den Tieren unbeaufsichtigt lassen.

Muss man Buchsbaumzünsler melden?

Vorneweg: Meldepflichtig sind Schädlinge nur dann, wenn sie eine große Gefahr für Mensch oder Tier darstellen. Das ist beim Buchsbaumzünsler nicht der Fall, er ist nur für die Pflanze wirklich gefährlich – und somit auch nicht meldepflichtig. Allerdings sollten Sie bei einem Befall Ihre Nachbarn informieren, damit diese sich entsprechend vorbereiten und ihre Bäume schützen können, etwa durch das Anbringen eines Pflanzenschutznetzes.

So erkennen Sie einen Befall

Meistens erobert der Schädling einen Buchsbaum zunächst in der Gestalt eines Schmetterlings: Der silbrige Falter kann mehrere Kilometer fliegen, um seine Opfer zu finden. Dort legt er seine Eier an den Blattunterseiten ab. Die Raupen, die daraus schlüpfen sind zunächst nur wenige Millimeter groß, erreichen nach mehreren Häutungen jedoch eine Länge von bis zu fünf Zentimetern.

Buchsbäume sollten zwischen März und Oktober regelmäßig auf einen Schädlingsbefall kontrolliert werden – auch im geschützten Inneren des Busches, wo sich die Raupen gerne verstecken. Anzeichen für einen Befall mit dem Buchsbaumzünsler sind fleckige und abgefressene Blätter, abgestorbene Triebe und weiße Gespinste.

Was tun bei einem Buchsbaumzünsler-Befall?

Zunächst können Sie die Pflanze mit einem scharfen Wasserstrahl oder einem Laubpuster bearbeiten, damit die Raupen herunterfallen – am besten auf eine zuvor unter dem Baum ausgebreitete Folie. Bei einem leichten Befall lassen sich die Raupen auch einfach per Hand herauspicken. Ist der Buchsbaum bereits sehr stark befallen, können Sie Ende April ein Mittel auf Basis des Bakteriums Bacillus thuringiensis spritzen, das auch Profis im ökologischen Landbau verwenden. Die Pflanze sollte danach tropfnass sein und die Behandlung nur bei bedecktem Himmel erfolgen, da das Bakterium nicht UV-resistent ist. Vögel können ebenfalls bei der Bekämpfung helfen: Einige Vogelarten picken die Raupen heraus und fressen sie – an das Buchsbaum-Gift haben sie sich mittlerweile offenbar gewöhnt.

Verwendete Quellen
  • Umweltbundesamt
  • Gartenjournal
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