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Zum journalistischen Leitbild von t-online.Spargelzeit Warum Spargel jetzt Saison hat – und welche Rolle der 24. Juni spielt

Im Frühling ist es wieder so weit: Zarte Spargelspitzen durchbrechen den Boden und läuten die Saison ein. Was Sie zur Spargelzeit wissen sollten.
Die Natur erwacht im März langsam aus dem Winterschlaf und mit ihr eines der beliebtesten Saisongemüse: der Spargel. Denn die ersten warmen Frühlingstage regen das Wachstum der schmackhaften Spargelstangen an. Wir erklären, wann die Spargelsaison beginnt und endet und was der 24. Juni mit dem Spargelanbau zu tun hat.
Warum Spargel im Frühjahr auf den Tisch kommt
Die Spargelsaison beginnt, abhängig von den Temperaturen, meist in der ersten Aprilhälfte. Je nach Anbaumethode kann sich der Start mithilfe von Folientunneln oder beheizbaren Böden etwas nach vorne verschieben lassen.
Wenn die Bodentemperatur etwa 12 Grad erreicht, beginnen die Spargelwurzeln mit dem Wachstum. Je wärmer es wird, desto schneller wächst der Spargel. Fünf bis acht Zentimeter pro Tag sind in der Saisonmitte ein guter Wachstumsdurchschnitt.
Spargelsaison verlängern um jeden Preis? Warum das der Umwelt schadet
Moderne Anbaumethoden ermöglichen es, die Spargelsaison künstlich zu verlängern – doch das hat seinen Preis: Der hohe Energieverbrauch für Beheizung und Folienabdeckungen sowie die damit verbundenen CO₂-Emissionen belasten das Klima erheblich.
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Spargel kochen: Das sind die sechs größten Fehler
Wer den Spargelgenuss bewusst auf die traditionelle Erntezeit beschränkt, kann die Frische und Qualität umso mehr schätzen – und gleichzeitig einen Beitrag zum Umweltschutz leisten. Schließlich macht auch die begrenzte Verfügbarkeit das edle Gemüse zu etwas Besonderem.
Der Johannistag – das Ende der Spargelzeit
Vielleicht haben Sie schon einmal vom "Spargelsilvester" gehört. So wird der 24. Juni, der Johannistag, unter Spargelkennern nämlich genannt. Das Spargelsilvester markiert das Ende der Spargelsaison, denn nach diesem Tag wird das Gemüse nicht mehr geerntet. Gründe hierfür sind folgende:
- Regeneration: Die Spargelpflanzen brauchen von Ende Juni an eine ausgiebige Regenerationszeit bis zum ersten Frost.
- Nährstoffeinlagerung: Während dieser Ruheperiode sehen Sie den Spargel auf den Feldern "ins Kraut schießen", das bedeutet, es bilden sich grüne Triebe und Blätter. Das ist besonders wichtig für die Spargelpflanzen, denn sie betreiben in dieser Phase Photosynthese und lagern wichtige Nährstoffe für gesundes Wachstum in der nächsten Saison ein.
- Qualitätsmanagement: Indem die Spargelanbauer sich an die natürliche Wachstums- und Ruhephase des Spargels halten, sichern sie sich die Qualität und auch die Quantität der Ernte im Folgejahr.
Mit dem Ende der Spargelsaison ist es also an der Zeit, sich anderen, leckeren Saisongemüse-Arten zu widmen. Wenn Sie sich für regionale und saisonale Produkte entscheiden, tun Sie nicht nur Ihrer Gesundheit etwas Gutes, sondern fördern auch die heimische Landwirtschaft und die Erhaltung natürlicher Ressourcen.
- Bundeszentrum für Ernährung: Spargel: Vom Einkauf in die Küche
- Bundeszentrum für Ernährung: Spargel: Gesundheit und Umwelt
- Eigene Recherche