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Hortensien und Rhododendren: Was tun bei Trockenheit?


In einigen Regionen Deutschlands
Hortensien und Rhododendren verschwinden aus den Gärten

Von t-online, jb

03.04.2025 - 08:10 UhrLesedauer: 2 Min.
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Hortensien in voller Blüte: Droht ihnen in deutschen Gärten das Aus? (Quelle: IMAGO/Francis Joseph Dean/imago)
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Hortensien und Rhododendren zählen zu den beliebtesten Gewächsen in deutschen Gärten. Doch wie lange noch?

Ihre üppigen Blüten machen Hortensien und Rhododendren zu einem echten Hingucker in jedem Garten. Dafür müssen sie ausreichend gepflegt werden – Wässern, Schneiden und Düngen sind für die Fans der farbenfrohen Gewächse Pflichtprogramm. Doch damit kann es nach Ansicht bestimmter Experten bald vorbei sein. Warum? Und kann man etwas dagegen tun?

Wasser wird knapp

Sowohl Rhododendren als auch Hortensien benötigen an heißen und trockenen Tagen sehr viel Wasser. Idealerweise werden sie morgens und abends mehrere Minuten lang gegossen. Doch angesichts zunehmender Temperaturrekorde und anhaltender Trockenperioden in den Frühlings- und Sommermonaten wird Wasser immer knapper. Der Grundwasserspiegel sinkt, Stauseen trocknen aus. Wetterexperten gehen davon aus, dass die Extreme zunehmen werden.

Kritisch wird das für Gartenbesitzer vor allem dann, wenn aufgrund einer drohenden Dürre und zum Schutz der Wasservorräte ein Bewässerungsverbot für den Garten ausgesprochen wird – wie bereits mehrfach in Hannover und anderen Regionen Deutschlands geschehen. Zwar bezieht sich das Verbot oftmals auf die Verwendung von Trinkwasser. Dennoch dürften in den relevanten Wochen auch die Regentonnen bereits weitgehend leer sein.

Pflanzentausch als Lösung

Angesichts der Prognosen sollten Gartenbesitzer bereits jetzt Vorkehrungen treffen, um trotz des drohenden Mittelmeerklimas einen gepflegten Garten zu erhalten.

Der gängigste Tipp, den Gartenexperten in diesem Zusammenhang geben, lautet: Pflanzentausch. So sollten wasserliebende Gewächse besser hitzeresistenten Exemplaren weichen. Hobbygärtner sollten demnach künftig bevorzugt zu Wein, Hanfpalmen, Bananenstauden, Kiwis oder Feigen greifen. Auch trockenheitsresistente Pflanzen wie Lavendel, Katzenminze oder Wolfsmilch kommen mit heißen Sommern gut zurecht.

Doch Fachleute warnen auch davor, jetzt ausschließlich auf wärmeliebende Pflanzen zu setzen. Denn der Klimawandel bringt nicht nur steigende Temperaturen. Auch das Niederschlagsmuster verschiebt sich: Die Sommer werden trockener, nur ab und zu treten Phasen mit teils heftigem Starkregen auf. Die Winter werden hingegen immer feuchter.

Diese Wetterextreme stellen Pflanzen vor mehrere Herausforderungen: Sie müssen im Sommer ausreichend Wasser speichern, intensive Sonneneinstrahlung überstehen können, für ihre Standfestigkeit bei Sturm und Starkregen tief reichende Wurzeln haben und im Winter gut mit nassen Böden und Staunässe klarkommen.

Welche Pflanzen sich künftig wirklich für die klimatischen Veränderungen in unseren Breitengraden eignen, ist bislang nicht sicher. Höchstwahrscheinlich werden Hortensien und Rhododendren jedoch nicht unter ihnen sein.

Verwendete Quellen
  • mein-schoener-garten.de: "Der Garten im Klimawandel"
  • mdr.de: "Hortensien und der Klimawandel – warum sie nicht mehr in jeden Garten passen"
  • myhomebook.de: "Darum sollte man Hortensien nicht mehr pflanzen"

Quellen anzeigenSymbolbild nach unten

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