104. Tour mit Station in drei Nachbarländern Alle Etappen der Tour de France 2017 in der Übersicht - mit Live-Ticker
Dieses Jahr findet die 104. Tour de France vom 1. Juli bis zum 23. Juli statt. In insgesamt 21 Etappen umfasst die Strecke 2540 Kilometer. Wir begleiten alle Etappen im Live-Ticker.
Die 21 Etappen setzen sich aus neun Flachetappen, fünf Mittelgebirgs-Etappen, fünf Bergetappen und zwei Einzelfahrten zusammen. Für die Fahrer gibt es zwei Ruhetage. Wir geben Ihnen einen kurzen und detaillierten Überblick über die Etappen.
Besonderheiten der diesjährigen Tour de France
Die Tour de France in drei Nachbarländern Station: In Luxemburg, Belgien und Deutschland. Eine weitere Besonderheit ist, dass seit 1992 erstmalig wieder die fünf wichtigsten französischen Gebirgsmassive auf der Route stehen: Die Vogesen, der Jura, die Pyrenäen, das Zentralmassiv und die Alpen.
Welche Trikots gibt es und was bedeuten sie?
Bei der Tour de France werden das gelbe, das grüne, das weiße und das Bergtrikot vergeben. Der Beste in der Gesamtwertung bekommt das gelbe Trikot, der beste Sprinter das grüne Trikot, der beste Bergfahrer das Bergtrikot (rot-weiß gepunktet) und der beste Nachwuchsfahrer wird mit dem weißen Trikot geehrt.
Die Etappen im kurzen Überblick - mit Live-Ticker
Etappe | Typ | Datum | Uhrzeit | Start & Ziel | Strecke | Sieger |
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1 | Einzelzeitfahren | 1. Juli | Start: 15:15 Uhr, Ankunft: 15:31 Uhr / Start: 18:32 Uhr, Ankunft: 18:48 Uhr | Düsseldorf / Düsseldorf | 14 km | Geraint Thomas (Team Sky) |
2 | Flachetappe | 2. Juli | Start: 12:03 Uhr Ankunft ca. zwischen 17:01 und 17:27 Uhr | Düsseldorf / Liège | 203,5 km | Marcel Kittel (Quick-Step) |
3 | Hügelig | 3. Juli | Start: 12:15 Uhr Ankunft ca. zwischen 17:08 und 17:36 Uhr | Verviers / Longwy | 212,5 km | Peter Sagan (Bora-hansgrohe) |
4 | Flachetappe | 4. Juli | Start: 10:10 Uhr Ankunft ca. zwischen 16:56 Uhr und 17:23 Uhr | Mondorf-les-Bains / Vittel | 207,5 km | Arnaud Demaré (FDJeux) |
5 | Hügelig | 5. Juli | Start: 13:10 Uhr Ankunft ca. zwischen 15:28 und 17:15 Uhr | Vittel / La planche des belles filles | 160,5 km | Fabio Aru (Astana) |
6 | Flachetappe | 6. Juli | Start: 12:05 Uhr Ankunft ca. zwischen 17:19 und 17:48 Uhr | Vesoul / Troyes | 216 km | Marcel Kittel (Quick-Step) |
7 | Flachetappe | 7. Juli | Start: 12:05 Uhr Ankunft ca. zwischen 17:11 und 17:40 Uhr | Troyes / Nuits-Saint-Georges | 213,5 km | Marcel Kittel (Quick-Step) |
8 | Hügelig | 8. Juli | Start: 12:10 Uhr Ankunft ca. zwischen 16:59 und 17:29 Uhr | Dole / Station de Rousses | 187,5 km | Lilian Calmejane |
9 | Gebirge | 9. Juli | Start: 11:45 Uhr Ankunft ca. zwischen 16:45 und 17:24 Uhr | Nantua / Chambéry | 181,5 km | Rigoberto Uran (Cannondale-Drapac) |
- | Ruhetag | 10. Juli | - | Dordogne | - | |
10 | Flachetappe | 11. Juli | Start: 13:10 Uhr Ankunft ca. zwischen 17:17 und 17:39 Uhr | Périgueux / Bergerac | 178 km | Marcel Kittel (Quick-Step) |
11 | Flachetappe | 12. Juli | Start: 13:00 Uhr Ankunft ca. zwischen 17:36 und 18:03 Uhr | Eymet / Pau | 203,5 km | Marcel Kittel |
12 | Gebirge | 13, Juli | Start: 10:55 Uhr Ankunft ca. zwischen 16:44 und 17:25 Uhr | Pau / Peyragudes | 214,5 km | Romain Bardet (AG2R) |
13 | Gebirge | 14. Juli | Start: 14:35 Uhr Ankunft ca. zwischen 17:15 und 17:33 Uhr | Saint-Girons / Foix | 101 km | Warren Barguil (Sunweb) |
14 | Hügelig | 15. Juli | Start: 13:00 Uhr Ankunft ca. zwischen 17:27 und 17:52 Uhr | Blagnac / Rodez | 181,5 km | Michael Matthews (Subweb) |
15 | Hügelig | 16. Juli | Start: 13:00 Uhr Ankunft ca. zwischen 17:47 und 18:17 Uhr | Laissac-Sévérac l'Église / Le Puy-en-Velay | 189,5 km | Bauke Mollema (Trek-Segafredo) |
- | Ruhetag | 17. Juli | - | Le Puy-en-Velay | - | |
16 | Flachetappe | 18. Juli | Start: 13:30 Uhr Ankunft ca. zwischen 17:10 und 17:30 Uhr | Le Puy-en-Velay / Romans-sur-Isère | 165 km | Michael Matthews (Subweb) |
17 | Gebirge | 19. Juli | Start: 12:10 Uhr Ankunft ca. zwischen 17:17 und 17:57 Uhr | La Mure / Serre-Chevalier | 183 km | Primoz Roglic (Lotto NL-Jumbo) |
18 | Gebirge | 20. Juli | Start: 12:45 Uhr Ankunft ca. zwischen 17:19 und 17:49 Uhr | Briançon / Izoard | 179,5 km | Warren Barguil (Sunweb) |
19 | Flachetappe | 21. Juli | Start: 12:15 Uhr Ankunft ca. zwischen 17:33 und 18:03 Uhr | Embrun / Salon-de-Provence | 222,5 km | Edvald Boasson (Dimension Data) |
20 | Einzelzeitfahren | 22. Juli | Start: 13:45, Ankunft: 14:13 / Start: 17:04 Uhr, Ankunft: 17:32 Uhr | Marseille / Marseille | 22,5 km | Maciej Bodnar (Bora-hansgrohe) |
21 | Flachetappe | 23. Juli | Start: 16:40 Uhr Ankunft ca. zwischen 19:11 und 19:25 Uhr | Montgeron / Paris Champs-Élysées | 103 km | Dylan Groenewegen (Lotto NL-Jumbo) |
Die Etappen der Tour de France 2017 im Detail
1. Etappe am Samstag, 1. Juli: Das Eröffnungszeitfahren startete in Düsseldorf. Fast zehn der insgesamt 13 Kilometer verlaufen direkt am Ufer des Rheins. Gestartet wurde in der Stockumer Kirchstraße, die Strecke führte unter anderem über die Cecilienallee, den Kaiser-Friedrich-Ring, die Heinrich-Heine-Allee und endete in der Rotterdamer Straße.
2. Etappe am Sonntag, 2. Juli: Nach dem Start in Düsseldorf führte die erste Flachetappe der Tour größtenteils durch Deutschland. Die Strecke von 203,5 Kilometer startete in Düsseldorf, verlief über Grafenberg, Erkrath, Mettmann, Meerbusch, Büttgen, Mönchengladbach, Wickrath, Jackerath, Titz, Aldenhoven, Würselen und Aachen. Weiter ging es in Belgien: Kelmis, Henri-Chapelle, Thimister, Côte d'Olne wurden durchquert, bevor die Etappe in Lüttich endete.
3. Etappe am Montag, 3. Juli: Hügelig wurde es in der dritten Etappe, die von Verviers nach Longwy verläuft. 212,5 km mussten die Fahrer hinter sich bringen, starteten im belgischen Verviers, überquerten die Grenze zu Luxemburg, kehrten kurz nach Belgien zurück und beendeten die Etappe im französischen Longwy.
4. Etappe am Dienstag, 4. Juli: Am vierten Tag der Tour de France stand wieder eine Flachetappe an. Gestartet wurde im luxemburgischen Mondorf-les-Bains, der Rest der Strecke führte durch Frankreich. Unter anderem wurden Ay-sur-Moselle, Pont-à-Mousson, Toul und Col des Trois Fontaines durchquert, bevor die 207,5 km lange Strecke in Vittel zuende war. Kurz vor dem Ziel gab es einen Schockmoment: John Degenkolb und Mark Cavendish stürzten.
5. Etappe am Mittwoch, 5. Juli: Zwischen Vittel und La Planche des Belles Filles fand die fünfte Etappe statt. Auf 160,5 Kilometern mussten die Fahrer ihre Ausdauer auf der hügeligen Strecke beweisen. Ziel war der 1148 Meter hohe Berg Planche des Belles Filles in den Vogesen. Mit einer Steigung von teilweise 20 Prozent hatte es die vergleichsweise kurze Route trotzdem in sich. Schon 2012 und 2014 war der Berg Etappenankunft.
6. Etappe am Donnerstag, den 6. Juli: Die dritte Flachetappe mit einer Strecke von 216 Kilometern führte von Vesoul nach Troyes. Hier konnten die Sprinter der Tour ihr Können beweisen, wenn sie durch Géraudot, Colombey-les-Deux-Églises, Chaumont und Cintrey fuhren. Im Zielort Troyes gab es eine breite Straße, Massensprints waren also zu erwarten.
7. Etappe am Freitag, 7. Juli: Auch am siebten Tag erwartete die Fahrer eine Flachetappe mit einer Streckenlänge von 213,5 Kilometern. Gestartet wurde in Troyes, der Zielort Nuits-Saint-Georges liegt mitten im Weinbaugebiet Burgund.
8. Etappe am Samstag, 8. Juli: Auf der hügeligen Etappe wurde das Jura-Massiv befahren. Sie Strecke ging von Dole über 187,5 Kilometer bis zum Ziel Station de Rousses. Auf der Strecke musste der 611 Meter hohe Berg Montrond bewältigt werden, ebenso wie den Montée de la Combe de Laisia Les Molunes, der mit seinen 1202 Metern bezwungen werden musste.
9. Etappe am Sonntag, 9. Juli: Am neunten Tag der Tour de France stand das erste Gebirge an, von Nantua ging es nach Chambéry. Um den Sieg für diese Etappe zu erreichen, mussten die Fahrer gleich drei Berge bezwingen: Den Col de la Biche, der mit 1316 Metern Höhe noch der "niedrigste" Berg der Strecke ist, den Grand Colombier mit stolzen 1501 Metern Höhe und den Mont du Chat, der seinen Vorgänger nur um drei Meter überragt. Auf insgesamt 181,5 Kilometern war die neunte eine der schwierigsten Etappen. Am darauffolgenden Tag war der erste Ruhetag in Dordogne vorgesehen.
10. Etappe am Dienstag, 11. Juli: Nach dem wohlverdienten Ruhetag ging es mit einer Flachetappe weiter. Von Périgueux ging es in 178 Kilometern nach Bergerac. Hier war wieder das Sprinten gefragt, hügelig wurde es kaum. Über Thenon, Montignac, Grotte de Bernifal und Côte du Buisson-de-Cadouin ging es nach Bergerac, einer Stadt in der Region Nouvelle-Aquitaine, die am Fluss Dordogne liegt.
11. Etappe am Mittwoch, 12. Juli: Auch die 11. Etappe war etwas für die Sprinter, auf einer Strecke von 203,5 Kilometern wurde der Weg zwischen Eymet und Pau zurückgelegt. Langsam aber sicher nähert sich die Tour den Pyrenäen, die nächsten beiden Tage werden etwas für die Kletterer - denn da steht das Gebirge an.
12. Etappe am Donnerstag, 13. Juli: Von Pau nach Peyragudes mussten die Fahrer eine Strecke von 214,5 Kilometern zurücklegen, die erste Pyrenäenetappe hat begonnen. Nach 64 Kilometern gab es die erste Bergwertung. Der Port de Bales war mit 1755 Metern die größte Hürde, der Zielort Peyragudes mit 1580 Metern Höhe gilt im Winter als Skiparadies.
13. Etappe am Freitag, 14. Juli: Weniger als die Hälfte der Strecke wurde am 13. Tag der Tour de France zurückgelegt. Mit 101 Kilometern könnte die Etappe, die in Saint-Girons startet, harmlos sein, ist sie aber nicht. Denn jeder einzelne Kilometer hat es in sich. Der Col de Latrape mit 1100 Metern Höhe musste bezwungen werden, anschließend ging es zwar bergab, allerdings nur, um direkt wieder bergauf zur Mur de Pèguére zu gehen. Die Abfahrt von dem knapp 1375 Meter hohen Gebirgspass zum Ziel Foix ist den Fahrern vermutlich wie Erholung vorgekommen.
14. Etappe am Samstag, 15. Juli: Die nächsten beiden Tage standen hügelige Strecken für die Fahrer an. Gestartet wurde in Blagnac, 181,5 Kilometer mussten zum Ziel Rodez zurückgelegt werden. Die vergleichsweise leichte Etappe startete flach, was die Sprinter der Tour für sich nutzen können. Letzten Endes wurde es aber hügelig, was für die Fahrer bedeutete, dass sie sowohl ihre Sprint- als auch ihre Kletterkünste unter Beweis stellen mussten.
15. Etappe am Sonntag, 16. Juli: Auf der Strecke von Laissac-Sévérac l'Église nach Le Puy-en-Velay mussten 189,5 Kilometer zurückgelegt werden. Vor dem nächsten Ruhetag mussten die Fahrer nochmal alles geben, die Etappe war unruhig, es mussten mehrere Höhenmeter erklommen werden, es ging bergauf, bergab, bergauf, bergab.
16. Etappe am Dienstag, 18. Juli: Nach dem Ruhetag stand wieder eine Flachetappe an, in der die Sprinter ihr Können beweisen dürften. 165 Kilometer müssten zwischen Le Puy-en-Velay und Romans-sur-Isère zurückgelegt werden, es wurde anfangs zwar leicht hügelig, anschließend aber wieder flach - ein Paradies für die Sprinterteams.
17. Etappe am Mittwoch, 19. Juli: Die Fahrer mussten ihre Ausdauer im bezwingen von Höhen beweisen. Die Kletterer hatten auf der Strecke durch die Alpen von La Mure nach Serre-Chevalier 183 Kilometer vor sich, die eine hohe Belastung mit sich brachte. Mit 1371 Metern Höhe war der Col d'Ornon zu besteigen, knapp 700 Meter höher war der Col de la Croix de Fer, der etwa in der Mitte der Strecke bewältigt werden musste. So richtig knackig wurde es dann zum Ende der Strecke, als der Col du Galibier mit 2642 Metern Höhe anstand.
18. Etappe am Donnerstag, 20. Juli: Weiter durch die Alpen führte die Strecke von Briancon nach Col d'Izoard. Insgesamt 179,5 Kilometer mussten zurückgelegt werden, hier kamen wieder die Kletterer auf ihre Kosten. Beispielsweise der Col de Vars mit 2109 Metern Höhe stellte eine Hürde da, der Izoard mit 2360 Metern Höhe bildete das Etappenziel. Aber auch nach der letzten Gebirgsfahrt hieß es weiter Kräfte sammeln - denn die nächsten Tage müssten die Fahrer noch einmal alles geben.
19. Etappe am Freitag, 21. Juli: Die vorletzte Flachetappe stand an - und mit ihr auch die längste Strecke. 222,5 Kilometer mussten von Embrun nach Salon-de-Provence zurückgelegt werden, die Sprinter kamen wieder auf ihre Kosten, es ging leicht bergauf und bergab, ohne großartige Höhenmeter zurücklegen zu müssen.
20. Etappe am Samstag, 22. Juli: Der vorletzte Renntag stand an und damit auch das nächste Zeitfahren. In Marseille wurden 22,5 Kilometer nahezu völlig flach befahren, gestartet und geendet wurde im Stadion Vélodrome, bis zum Meer waren es nicht einmal vier Kilometer, die Strecke führte einmal quer durch die Stadt. Gewechselt hat sich das gelbe Trikot auch hier nicht mehr.
21. Etappe am Sonntag, 23. Juli: Der letzte Tag der Tour de France 2017 startete in Montgeron und führte zum finalen Ziel in Paris: Den Champs-Élysées. Wie immer war das große Finale die Schaubühne für die Sprinter, Massensprints waren vorprogrammiert. Im Anschluss wurden die Sieger des gelben Trikots, des grünen Trikots, des Bergtrikots und des weißen Trikots geehrt.