Tour de France Teamchef kritisiert André Greipel
Einmal - und das war es. Auf einen Etappensieg hat es André Greipel bei der 100. Tour de France bisher geschafft. Andere wären froh über solch ein Abschneiden beim wichtigsten Radrennen der Welt. Doch nach dem Erfolg des deutschen Sprinters auf dem sechsten Tagesabschnitt will es bei der belgischen Equipe Lotto-Belisol und vor allem seinem Kapitän nicht mehr wirklich laufen. So gibt es prompt Kritik am "Gorilla" aus den eigenen Reihen. (Weitere News finden Sie in unserem Tour-Blog)
"Als sich die neue Spitzengruppe bei Kilometer 30 bildete, hatten wir keinen dabei. Zu diesem Zeitpunkt des Rennens muss Andre ein Auge auf Cavendish und Sagan haben", sagte Teamchef Marc Sergeant im Rückblick auf die verrückte 13. Etappe der Tour.
"Er hätte dort dabei sein müssen"
Anders als in den Tagen zuvor, als Stürze im Feld den Lotto-Zug im Finale durcheinander brachten, verpassten Greipel und Teamkameraden in der entscheidenden Phase der 13. Etappe einfach den Moment, als die Post abging. An der Spitze bildete sich eine Gruppe mit Peter Sagan und dem späteren Etappensieger Mark Cavendish. Greipel, letztlich auf Rang 15, fehlte ganz vorne und verschenkte eine gute Chance - was seinen Teamchef erzürnte.
"Sie haben es in die Gruppe geschafft, André nicht. Er hätte dort dabei sein müssen", wird Marc Sergeant auf der Internetseite des Teams zitiert. Klare Worte an die Adresse des "Gorillas", dem bei der Tour nur noch zwei Chancen bleiben, es besser zu machen.