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FC Bayern: Hinter den Kulissen tobt ein Kampf


Bayern-Zukunft von Max Eberl
Hinter den Kulissen tobt ein Kampf


04.04.2025 - 16:16 UhrLesedauer: 1 Min.
Max Eberl: Die Personalplanung beim FC Bayern läuft auf Hochtouren, es gibt viele Baustellen.Vergrößern des Bildes
Max Eberl: Die Personalplanung beim FC Bayern läuft auf Hochtouren, es gibt viele Baustellen. (Quelle: IMAGO/Jan Huebener)
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Max Eberl wackelt. Hinter den Kulissen planen die Bayern angeblich schon ohne ihn. Ist sein Aus nur noch eine Frage der Zeit?

Kaum ein Jahr im Amt – und schon vor dem Aus? Beim FC Bayern brodelt es gewaltig hinter den Kulissen, und mittendrin: Max Eberl. Der Sportvorstand, erst im Februar 2024 mit großen Vorschusslorbeeren geholt, steht plötzlich auf der Kippe. Zu teuer, zu eigenmächtig, zu schlecht abgestimmt – so lauten die Vorwürfe, die im Verein kursieren. Das berichten zumindest immer mehr Medien, darunter die "Münchener Abendzeitung".

Den Medienberichten zufolge werden intern bereits Nachfolgekandidaten für Eberl gehandelt. Christoph Freund, als Sportdirektor bisher im Schatten, gehört dazu. Auch Ralf Rangnick und Mario Gomez wurden angeblich sondiert. Und Sky bringt zusätzlich Frankfurt-Boss Markus Krösche ins Spiel.

Der Machtkampf in München ist offenbar in vollem Gange – und für Max Eberl wird die Luft spürbar dünner.

Ist Max Eberl beim FC Bayern etwa schon am Ende?

Pro
Florian Wichert
Florian WichertStellvertretender Chefredakteur

Ja, es geht nur noch um das Wann, nicht das Ob

Max Eberl ist nicht Teil der Lösung – er ist längst Teil des Problems. Wer mit dem Anspruch kommt, den FC Bayern zu modernisieren und zu verschlanken, aber am Ende den Kader teurer, komplizierter und unbalancierter macht, hat im Münchner Maschinenraum nichts verloren. Eberl hat weder die Personalkosten gesenkt noch den Kader in den Griff bekommen. Im Gegenteil: Er ist Spieler wie Gnabry, Coman oder Sané nicht losgeworden und hat mit Neuzugängen wie Bryan Zaragoza, Sascha Boey und João Palhinha für Kopfschütteln gesorgt.

Mit der Trainersuche vor dieser Saison hat er den FC Bayern sogar der Lächerlichkeit preisgegeben. Über Monate trudelten öffentlich Absagen ein, ehe die Wahl auf Vincent Kompany fiel. Ein Glück für Eberl, dass der die Münchner zurück an die Spitze der Bundesliga geführt hat.

Es kommt noch schlimmer: Das Verhältnis zu Thomas Müller – der Identifikationsfigur schlechthin – steht auf der Kippe. Wer in München Müller verliert, verliert den Klub. Er manövriert sich von einem Konflikt in den nächsten, ohne sichtbare Strategie. Und deshalb tobt hinter den Kulissen längst der Kampf.

Die Wahrheit ist doch: Wenn so viele Informationen und Spekulationen aus dem Verein an die Öffentlichkeit dringen, dann ist das Aus doch längst beschlossen. Die gehandelten Namen Freund, Rangnick, Krösche und Gomez zeigen: Eberl hat seine Chance gehabt – und verspielt. Und das in kürzester Zeit. Das Ende ist keine Frage mehr des Ob, sondern nur noch des Wann.

Kontra
Robert HiersemannBereichsleiter Entwicklung

Nein, Eberl hat vieles richtig gemacht

Die Kritik an Max Eberl ist laut – aber sie greift zu kurz. Der Sportvorstand hat in seinem ersten Jahr bei Bayern München keinen leichten Job übernommen und trotzdem liefert er dort ab, wo es wirklich zählt: bei den wichtigsten Personalien. Er hat die Verträge mit Manuel Neuer, Alphonso Davies, Joshua Kimmich und Jamal Musiala verlängert – das Herz der Mannschaft bleibt intakt. Das allein ist ein strategischer Erfolg.

Natürlich gibt es Baustellen im Kader – aber war das nicht schon vor Eberl so? Wer ihm jetzt vorwirft, Spieler wie Gnabry oder Coman nicht verkauft zu haben, vergisst, dass diese Verträge noch unter seinen Vorgängern entstanden sind. Und dass man in einem Wintertransferfenster keine Wunder erwarten kann.

Zumal es Eberl zu verdanken ist, dass Vincent Kompany als Trainer den Weg zum FC Bayern gefunden und der Mannschaft wieder Freude am Fußball vermittelt hat. Der Belgier war eindeutig Eberls Mann.

Wer erwartet, dass bei Bayern immer alles harmonisch abläuft, hat den Klub nie verstanden. Die Diskussion gehört zur DNA. Und genau deshalb ist es auch nicht verwerflich, wenn intern über Alternativen gesprochen wird. Wichtig ist nur: Eberl hat bisher mehr richtig als falsch gemacht. Man sollte ihn gewähren lassen – nicht abservieren.

 
 
 
 
 
 
 

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