Zweiter Erfolg nach Trainerwechsel HSV gewinnt – Fans provozieren Unterbrechung
Die eigenen Anhänger hätten den Hamburger SV beinahe um einen sicher geglaubten Erfolg gegen den SV Wehen Wiesbaden gebracht. Doch der optimale Start unter dem neuen Coach Hannes Wolf gelingt.
Bundesliga-Absteiger Hamburger SV hat mit seinem neuen Trainer Hannes Wolf den zweiten Sieg im zweiten Spiel und einen seltenen Pokal-Erfolg gefeiert. Mit 3:0 (1:0) setzte sich der Zweitliga-Tabellenzweite beim Drittligisten SV Wehen Wiesbaden durch und zog erst zum dritten Mal in den vergangenen acht Jahren ins Achtelfinale ein.
Pierre-Michel Lasogga schoss den HSV vor 11.137 Zuschauern in der ausverkauften Brita-Arena mit seinen Toren Nummer drei und vier (21. und 51.) im laufenden Pokal-Wettbewerb fast im Alleingang in die dritte Runde. Für den Schlusspunkt sorgte Douglas Santos (90.+7) in der Nachspielzeit.
Wiesbaden vergibt Top-Chancen
Sechs Tage vor dem Zweitliga-Spitzenspiel am Montag gegen den Mitabsteiger 1. FC Köln tat sich der Favorit aber in der ersten Halbzeit sehr schwer. Nach Lasoggas haltbarem Schuss aus spitzem Winkel, den Torwart Markus Kolke passieren ließ, waren die Gastgeber die bessere Mannschaft. Doch Wiesbaden konnte gleich mehrere hochkarätige Chancen zum Ausgleich nicht nutzen.
Nach einer Kopfballvorlage von Jann-Fiete Arp sorgte Lasogga zu Beginn der zweiten Hälfte für die Entscheidung. Nach dem Tor fielen die HSV-Fans aus der Rolle. Weil im Hamburger Block Pyrotechnik abgebrannt wurde, unterbrach Schiedsrichter Matthias Jöllenbeck das Spiel für gut fünf Minuten.
Augsburg gewinnt Krimi gegen Mainz
Im spannendsten Pokalspiel des Abends drehte parallel der FC Augsburg das Erstliga-Duell gegen den 1. FSV Mainz 05 und gewann nach Verlängerung mit 3:2 (2:2, 1:2).
Philipp Mwene (20.) und Robin Quaison (45.) brachten die Gäste zwei Mal in Führung. Ein Eigentor von Stefan Bell (40.) und Michael Gregoritsch (87.) glichen jeweils aus. In der Verlängerung avancierte der Brasilianer Caiuby (105.) zum Siegtorschützen.
Heidenheim wirft Sandhausen raus
Zweitligist 1. FC Heidenheim steht unterdessen zum dritten Mal im Achtelfinale. Die Mannschaft von Trainer Frank Schmidt hatte gegen den Ligarivalen SV Sandhausen beim 3:0 (2:0) keine Mühe.
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Kapitän Marc Schnatterer (8., Foulelfmeter) und Nikola Dovedan (20./86.) trafen vor 4300 Zuschauern für den FCH. Sandhausen kassierte im dritten Pflichtspiel unter dem neuen Trainer Uwe Koschinat die erste Niederlage.
- Nachrichtenagentur sid