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Nach Vergiftung in Oberpfalz: Erneut Champagner-Flaschen mit Ecstasy


Champagner-Flaschen mit Ecstasy
Behörde warnt: "Kleiner Schluck kann tödlich sein"

Von dpa, t-online
Aktualisiert am 09.02.2023Lesedauer: 2 Min.
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Champagner im Glas (Symbolbild): Eine vergiftete Flasche sorgte in Weiden vor einem Jahr für eine Tragödie – die bis heute nachwirkt. (Quelle: via imago-images.de)
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Nach dem Fall einer mit Ecstasy statt Champagner gefüllten Flasche in einem Restaurant in Weiden in der Oberpfalz sind weitere vergiftete Flaschen aufgetaucht.

Wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft sagte, wurden bundesweit mehrere Champagnerflaschen, die ebenfalls mit der flüssigen Droge gefüllt waren, sichergestellt. Gemeinsam mit dem Zoll werde in dem Fall europaweit ermittelt.

In der Nacht zum 13. Februar 2022 hatten in Weiden acht Menschen gemeinsam aus einer Champagnerflasche getrunken, die jedoch statt mit dem edlen Getränk mit dem flüssigen Ecstasy-Wirkstoff MDMA gefüllt war. Ein Mann starb, sieben Gäste wurden verletzt. Wenige Tage später gab es einen ähnlichen Vorfall in den Niederlanden, bei dem vier Menschen verletzt wurden.

Der Wirt in Weiden hatte die Champagnerflasche im Internet bestellt und gilt nicht als tatverdächtig, wie der Behördensprecher erneut betonte. "Das war ein tragischer Zufall." Es hätte auch ein anderes Restaurant oder Privatleute treffen können. Details zu den Ermittlungen wollte der Sprecher aus taktischen Gründen nicht preisgeben.

Behörde warnt noch immer vor bestimmten Chargen

Die weiteren Flaschen seien aufgetaucht, weil sich Menschen mit dem Hinweis auf verdächtige Flaschen an die Behörden gewandt hätten. So sei einem Mann beim Öffnen einer Flasche aufgefallen, dass der Inhalt nicht wie üblich sprudelte. Es sei nicht auszuschließen, dass weitere mit MDMA gefüllte Flaschen im Umlauf seien, sagte der Staatsanwalt.

Das Bundesamt für Verbraucherschutz hatte im vergangenen Jahr bereits vor dem Konsum von Flaschen aus zwei bestimmten Chargen gewarnt. Konkret geht es um Dreiliterflaschen Moët & Chandon Ice Impérial mit dem Loscode LAJ7QAB6780004 und LAK5SAA6490005, zu finden auf dem Etikett auf der Rückseite der Flasche.

Sollte der Inhalt der Flaschen – anders als bei Champagner üblich – nicht perlen und eine rötlich-braune Farbe sowie Anisgeruch haben, sollte nicht davon getrunken werden. "Probieren Sie nichts", warnte die Behörde. Selbst das Schmecken ohne Schlucken könnte schon zu ernsthaften Gesundheitsproblemen führen. "Die Einnahme eines kleinen Schlucks kann tödlich sein", hieß es in der Warnung.

Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur dpa
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