Bürgerentscheid geplant Köln unterstützt Olympia-Pläne von "Rhein Ruhr City"

Köln unterstützt die Olympia-Bewerbung der Rhein-Ruhr-Initiative für 2036 und plant einen Bürgerentscheid. Klare Strukturen sollen vorab entwickelt werden.
Der Kölner Stadtrat hat am Donnerstag beschlossen, die Bewerbung der Rhein-Ruhr-Initiative für die Olympische Spiele 2036 oder 2040 grundsätzlich zu unterstützen. Die Verwaltung wurde beauftragt, den Prozess aktiv zu begleiten und notwendige Grundlagen zu schaffen.
Die Entscheidung erfolgt im Rahmen eines Verfahrens des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), das den Dialog mit der Zivilgesellschaft in den Vordergrund stellt. In einem zweistufigen Auswahlprozess sollen mögliche Bewerber für eine nationale Nominierung ermittelt werden. Erst danach wird das Internationale Olympische Komitee (IOC) darüber entscheiden, ob Deutschland Austragungsort wird.
Olympia-Bewerbung: Bürgerentscheid im Vorfeld
Oberbürgermeisterin Henriette Reker betonte: "Köln steht für Offenheit, Fairness, Respekt und Vielfalt. Das sind Werte, die auch die Olympische Bewegung tragen. Der Sport stiftet Identität und Zusammenhalt – das spüren wir in unserer Stadt tagtäglich." Gleichzeitig sei für sie klar: Ohne eine breite Zustimmung der Kölner Bevölkerung werde es keine Bewerbung geben.
Die Verwaltung soll nun die strukturelle Unterstützung für die Bewerbung leisten. Die Entscheidung des DOSB wird im kommenden Jahr erwartet. Im Vorfeld soll ein Bürgerentscheid vorbereitet werden, um das Votum der Stadtgesellschaft einzuholen. Dabei sollen sowohl Chancen als auch mögliche Risiken der Spiele offen kommuniziert werden.
Die Initiative "Rhein Ruhr City 2036" verfolgt das Ziel, eine nachhaltige Bewerbung mit geringem Ressourcenverbrauch und maximaler Nachnutzung der Infrastruktur umzusetzen. Grundlage ist die Agenda 2030 der Vereinten Nationen.
- Pressemitteilung der Stadt Köln vom 4. April 2024 (Per E-Mail)