Verdächtige bewaffnet Massive Drogen-Razzia in Köln – SEK im Einsatz

Spezialeinheiten der Kölner Polizei durchsuchen etliche Wohnungen nach Drogen. Gegen die Verdächtigen gibt es schwere Vorwürfe.
Die Kölner Polizei hat am Dienstag (1. April) bei einer Razzia im Drogenmilieu elf Wohnungen in Köln, Rösrath und Euskirchen durchsucht. Sechs Männer im Alter zwischen 37 und 42 Jahren wurden festgenommen. Weil es Hinweise darauf gab, dass die Beschuldigten bewaffnet sein könnten, kamen auch Spezialeinheiten zum Einsatz. Zwei Beschuldigte wurden bei dem Einsatz leicht verletzt.
Den Männern wird vorgeworfen, seit 2020 in großem Stil mit verschiedenen Betäubungsmitteln gehandelt zu haben. Sie sollen Mitglieder von zwei Gruppierungen sein, die in Köln mit Kokain, Cannabis und synthetischen Drogen "im mehrstelligen Kilogrammbereich" gedealt haben sollen. Das Cannabis soll demnach in eigenen Plantagen angebaut oder aus dem europäischen Ausland gekommen sein.
Drogen-Razzia in Köln: SEK im Einsatz – sechs Festnahmen
Insgesamt wurden am Dienstagmorgen elf Wohnungen und zahlreiche Fahrzeuge durchsucht. Die Beschuldigten sind laut Polizeiangaben deutscher, niederländischer, türkischer und deutsch-russischer Abstammung. Einer der insgesamt sieben Haftbefehle ist bisher nicht vollstreckt worden. Der Mann sei bei der Durchsuchung nicht angetroffen worden, teilte ein Polizeisprecher t-online mit.
Bei den Durchsuchungen fanden die Ermittler vier Kilogramm mutmaßliches Amphetamin, zwei scharfe Pistolen samt Munition sowie mehrere Uhren, ein Motorrad, Handys, Laptops sowie mehrere tausend Euro Bargeld. Des Weiteren beschlagnahmten die Einsatzkräfte 200 erntereife Cannabispflanzen, inklusive der aufwendig installierten Belüftungs- und Beleuchtungsanlagen in drei Indoor-Plantagen.
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Die Durchsuchung stehe in keinem Zusammenhang mit der Razzia im Bereich Organisierte Kriminalität und Mafia, die in mehreren Bundesländern seit dem frühen Dienstagmorgen ebenfalls läuft. Dass es beide Einsätze parallel gegeben habe, sei Zufall gewesen, so ein Polizeisprecher weiter. Die Kölner Polizei sei an den bundesländerübergreifenden Durchsuchungen nicht beteiligt.
Drogenbande hochgenommen: Keine Verbindung zu Explosionen und Schüssen
Einen Zusammenhang zu den Ermittlungsverfahren der EG "Sattla" und EG "Fusion" gebe es nach derzeitigem Kenntnisstand ebenfalls nicht. "Die Beschuldigten sollen bereits seit 2020 aktiv sein, also weit vor den Taten aus dem vergangenen Jahr", so ein Polizeisprecher weiter. Explosionen und Schüsse auf Wohnhäuser hatten im vergangenen Jahr Köln und die Region erschüttert. 2025 soll der erste Prozess gegen Beschuldigte beginnen.
- presseportal.de: Pressemitteilung der Polizei Köln vom 1. April 2025 (8.17 Uhr)
- presseportal.de: Pressemitteilung der Polizei Köln vom 1. April 2025 (17.47 Uhr)
- Anfrage bei der Polizei Köln