Mainmetropole "hinkt hinterher" Ausbau autofreier Zonen in Frankfurt stagniert

In Paris stimmten Bürgerinnen und Bürger nun für 500 neue autofreie Straßen. In Hessen dagegen gibt es nur wenige – meist temporäre – autofreie Zonen.
Hessen zeigte sich in den letzten Jahren träge in der Umsetzung von neuen autofreien Gebieten in Innenstädten. Das gilt vor allem für die Mainmetropole Frankfurt. "Wir wären schon froh, wenn es auf den Straßen weniger parkende Autos gäbe", sagt Anja Zeller vom ökologischen Verkehrsclub Deutschland (VCD) in Hessen. "Dann wäre mehr Platz für alle." Laut VCD hinkt die Entwicklung in Hessen hinterher.
So wurde in Frankfurt in den letzten drei Jahren keine einzige neue autofreie Zone eingerichtet. Trotz Diskussionen um die Verkehrsführung sieht das Mobilitätsdezernat keine Erweiterungen von Fußgängerzonen vor. Der Mainkai wurde phasenweise autofrei gemacht, eine dauerhafte Umwidmung bleibt jedoch aus. Neue Fahrradstraßen wie der Oeder Weg, Grüneburgweg und Kettenhofweg sind teils umstritten. Sie dürfen auch von Autos befahren werden.
So sieht es in anderen hessischen Städten aus
In Kassel gibt es aktuell keine Pläne für autofreie oder neue Fußgängerzonen. In den letzten drei Jahren wurden jedoch drei Fahrradstraßen eingerichtet, die auch von Anliegerfahrzeugen genutzt werden dürfen.
Wiesbaden hat vergangenes Jahr eine neue Fahrradstraße auf der Mosbacher Straße eingerichtet. Autos dürfen hier maximal 30 km/h fahren. Das Parken ist eingeschränkt worden, um mehr Sicherheit für Radfahrer zu gewährleisten. Außerdem entstanden drei neue Fußgängerzonen.
- Mit Material der Nachrichtenagentur dpa
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