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Bremerhaven: Tödlicher Vorfall auf Frachter – Bericht enthüllt Ablauf


Vorfall in Bremerhaven
Tödlicher Unfall im Frachtraum: Bericht enthüllt Ablauf an Bord

Von t-online, stk

Aktualisiert am 02.04.2025 - 12:18 UhrLesedauer: 2 Min.
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Ein Gabelstapler an Bord eines Schiffes (Symbolfoto): Bei dem Unfall kam ein Bootsmann ums Leben. (Quelle: IMAGO/U.S. Navy)
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Vor gut einem Jahr ereignet sich ein tödlicher Unfall auf einem Frachtschiff im Hafen von Bremerhaven. Der Abschlussbericht gibt Einblick in das tragische Geschehen.

Nach dem tödlichen Unfall an Bord eines Frachters in Bremerhaven im Januar 2024 hat die Bundesstelle für Seeunfalluntersuchungen (BSU) nun den abschließenden Bericht veröffentlicht. Dieser gibt Einblick in das Geschehen an Bord der "Morning Lisa", auf der sich der Vorfall ereignet hatte.

Demnach hatte die Besatzung des am 11. Januar 2024 an der Autokaje 2 festgemachte Schiff Material für die Verladung von Fahrzeugen vorbereiten wollen und plante parallel eine Pause an Bord einzulegen. Währenddessen wollte der Bootsmann dem Abschlussbericht zufolge einen bordeigenen Gabelstapler ins nächste Deck hochfahren.

Rutschiges Metall bringt Gabelstapler zu Fall

Weil Metall an Bord möglicherweise mit Frost überzogen war, geriet der Stapler gegen 10 Uhr ins Rutschen und kippte aus ungeklärter Ursache um. Der Bootsmann erlitt dabei tödliche Kopfverletzungen, als er unter den Überrollbügeln der Fahrerkabine eingeklemmt wurde.

Ein Wachmatrose, der den Vorfall aus der Ferne beobachtete, alarmierte demnach zwar sofort die restliche Besatzung. Diese leitete auch umgehend Erste-Hilfe-Maßnahmen ein und rief Krankenwagen sowie Polizei hinzu. Die Einsatzkräfte nahmen den Unfall auf und führten einen Bremstest am Gabelstapler durch. Dieser fiel jedoch unauffällig aus. Die Schiffsführung konnte zudem Wartungsprotokolle vorlegen, die regelmäßige Inspektionen des Staplers belegten.

Detaillierter Bericht benötigt noch Zeit

Noch am selben Nachmittag trafen zwei Untersucher der Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung (BSU) ein und begannen mit ihren Ermittlungen vor Ort sowie Befragungen der Besatzung. Die BSU hat inzwischen eine komplexe Untersuchung des Unfalls abgeschlossen und arbeitet derzeit an einem detaillierten Untersuchungsbericht.

Da die von der Europäischen Union vorgegebene Frist für die Veröffentlichung dieses Berichts nicht eingehalten werden kann, plant die BSU einen Zwischenbericht zu veröffentlichen, um die Öffentlichkeit über den aktuellen Stand der Untersuchung zu informieren.

Verwendete Quellen
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